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Dienstag, 16. Oktober 2012

Und wieder, aber dieses Mal richtig...

… zurück im Alltag! Ist es zu fassen? Ich arbeite! So richtig. Im Büro. Während die Jungs in der Kinderkrippe sind. Das letzte Jahr ist so schnell vergangen, da war es vor ein paar Wochen doch irgendwie ein kleiner (aber durchaus positiver) Schock, als die Leiterin der Kinderkrippe anrief und fragte, ob wir noch an unseren Plätzen interessiert seien. Die Krippe hat gerade erst eröffnet und unsere Jungs gehören nun zu den ersten Kindern, die eingewöhnt werden. Bisher ist die kleine Truppe nur zu Viert, aber Spaß scheinen sie allemal zu haben. Knete (keine Sorge, selbstgemachte aus Mehl) essen, an Buntstiften lutschen, sich gegenseitig ein minibisschen verhauen, Puzzleteile zerkauen, den CD-Player auseinandernehmen, sich im Garten im Matsch wälzen und beim Essen eine riesige Sauerei veranstalten - so sehen momentan die Vormittage aus. Kann es aus Kindersicht besser laufen?
Wahrscheinlich nicht.

Ich hatte heute zum Ausgleich meinen ersten Bürotag, oder zumindest einen halben, um bei der Wahrheit zu bleiben. Herrlich. In meinem Fall fühlt es sich tatsächlich entspannend an, den Kopf freikriegen vom Babykram, der Tagesplanung, der Kinderbespaßung und der Familienorganisation und dafür E-Mails schreiben, Telefonate mit Kunden führen und Verträge abschließen. Das, was früher mitunter wirklich dröge und demotivierend war, erscheint mir heute, nach einem Jahr Elternzeit, in einem ganz anderen Licht.
Und ich finde es toll, dass ich die Möglichkeit habe, beides in meinem Leben unterzubringen.
Oder besser gesagt (es geht eigentlich fälschlicherweise immer nur um Kinder und Karriere, oder?), alle DREI Dinge: die Kinder, meinen Job und, ganz wichtig für unser aller Seelenheil: den Gatten. Nicht zuletzt ist er es, der mir den Rücken stärkt oder freihält, je nach Bedarf. Der mir zuredet oder mir Dinge ausredet. Der für die Kinder da ist und manchmal auch nur für mich. Der mich und die Jungs liebt, bedingungslos, wie es scheint. Und der so unendlich wichtig für uns alle ist. Auch er ist in unserem neuen Alltag gut untergebracht, finde ich.

Für morgen haben uns unsere großartigen Freunde überrascht und uns einen babyfreien Theaterabend geschenkt, wir amüsieren uns, sie passen auf die Jungs auf. Und das, obwohl sie die beiden bereits in Aktion kennen. Ein mutiger Schritt. :-)
Und für das Wochenende haben wir uns eine Babysitterin angelacht, die die Minis hütet, während wir mit Freunden durch die Lange Nacht der Museen ziehen.

Ein Hurra! auf die Unabhängigkeit!



Kommentare:

  1. Schön, dass alles so gut läuft! Die badefrisur ist sehr putzig!

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  2. Ich kann deine Gedanken zum Thema Arbeit und Kinder so gut nachvollziehen! Ich bin ja jetzt auch noch bis Juni zu Hause (seit Januar!) und so sehr ich jeden Tag genieße, vor allem die Zeit mit den Jungs, so freue ich mich doch schon sehr auf meine Arbeit. Wie du sagst, den Kopf frei bekommen von der Familienorganisation und der Kinderbespaßung und sich wieder, für ein paar Stunden, komplett anderen Sachen widmen...sogar Hefte verbessern klingt so langsam wieder interessant :-) Ich merke immer mehr dass ich nicht dafür gemacht bin NUR zu Hause zu bleiben ;-))
    Und was du über deinen Mann schreibst könnte ich eins zu eins auch für meinen Mann übernehmen...;-))
    Schön dass es euch allen so gut geht und ihr den Weg in den neuen Alltag gut überstanden habt :-)
    Liebe Grüße!!

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