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Freitag, 10. Juni 2016

Einrichterei. Mit Links.

Nachdem wir nun schon ein paar Monate im eigenen Haus wohnen, wird mir langsam klar, dass das wohl eine immerwährende Aufgabe bleiben wird. Es gibt vermutlich nie ein Ende, man kann sich nie zurücklehnen und guten Gewissens „Fertig.“ sagen. 

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Zu den allgemeinen Baustellen und Mängeln (hallo feuchter Fleck an der Wand nach dem Platzregen der letzten Tage!) kommen die ganzen Umbau- und Deko-Ideen, die leidige Lampenfrage (wann wird wohl die letzte Glühbirne-in-nackter-Fassung verschwunden sein?), das Kellerchaos, das sich nicht beseitigen lassen will und natürlich der Garten. Ich bin durchaus überrascht, wieviel Zeit und Geld auch ein nicht perfekt angelegter Garten kostet. Und mit meinem nun wirklich alles andere als grünem Daumen wird das sicher auch noch eine Weile so weitergehen.

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Daher ist hier auf dem Blog momentan auch ziemlich wenig los - im Haus ist immer irgendwas.

Aber ich hatte ja vor laaanger laanger Zeit versprochen, dass ich alle meine neu gefundenen und altbewährten Lieblings-Online-Shops mal aufzählen werde und voilà, hier ist die Liste:
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Urbanara -  toller Shop für hochwertige und natürliche, aber preislich vernünftige Dekosachen, wie Teppiche, Bettwäsche, Lampen, Körbe, Geschirr und kleine Dekoartikel.

Vossberg - wenn man kein Vermögen für Vorhänge ausgeben will, der perfekte Shop. Auch Teppiche und Plaids gibt es hier schöne.

Hema - eine niederländische Warenhauskette mit eigentlich allem, was das Herz begehrt für richtig wenig Geld. Ich bin immer ganz fasziniert, was man da für ein paar Euro bekommen kann. Vom Partyzubehör über Deko wie Kerzen, Kissen und Vasen bis hin zu Spielsachen und sooo hübschem Bastel- und Papeteriekram.

Geliebtes Zuhause - wer den skandinavischen Stil liebt, wird diesen Shop lieben. Rice, Bloomingville, fern Living, Hay… muss ich mehr sagen?

Design-update - kleine, außergewöhnliche Dinge zum Dekorieren.

Design 3000 - ein riesiges Sortiment an ausgefallenen Produkten rund ums Wohnen und Leben.

Lef Living - ähnlich wie Geliebtes Zuhause alles für den Skandi-Style.

Speziell (aber nicht nur) für Kinder: Ooh NooKleines Karussell, Nostalgie im Kinderzimmer und Babyssimo!

Indoor, Outdoor, alles: Wie einfach

Möbel, teilweise zum selbst gestalten, lackieren: Car Möbel

Und für die Designer-Affinen und hochwertigen Markenprodukte: Designbotschaft, Connex, Home24, WestwingNow

Französisch, romantisch, verspielt oder bunt, vom Möbel bis hin zum Löffel - gibt’s bei Maisons du Monde. Die Versandkosten finde ich allerdings wirklich unverschämt.

Bunten Kleinkram und Partyzubehör, das man wirklich unbedingt braucht, findet man bei Partyerie (mein ganz besonderer Liebling), Die Schönhaberei und Blue Box Tree. Ach ja, Tiger Stores nicht zu vergessen, die habe ich erst vor ein paar Tagen entdeckt.

Juniqe ist meine Anlaufadresse für Poster und bedruckte Kissen, man findet auch etwas außerhalb der üblichen Sprüche und Drucke auf Plakaten und Textilien (Bettwäsche und Shirts gibt es dort ebenfalls).

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Dass bei uns nahezu alle Bilder liebe- und kunstvoll auf dem Boden arrangiert sind, ist eher weniger aus „Hipness“, sondern mehr aus Faulheit geboren. Ähem. Ich weiß nicht, wo ich sie aufhängen soll, also stehen sämtliche Werke gesammelt irgendwo an kahle Wände gelehnt. So hat man wenigstens mehr Umgestaltungsfreiheit und kann durchtauschen. Ha.

Unter den Shopping-Clubs bin ich bei Monoqi auch regelmäßiger Kunde, Westwing trifft meistens nicht ganz meinen Geschmack, hat aber auch oft nette Sachen.

Depot und Butlers sind natürlich auch einen Besuch wert, ebenso wie Zara Home und H&M Home - aber die sind ja sicherlich schon bekannt.

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Sonntag, 5. Juni 2016

Südafrika. Unfassbar schön.

Ich sitze schon seit Wochen, ach was, Monaten an diesem Post und bekomme ihn einfach nicht fertig. Zu viel Ablenkung und zu viele Fotos und Erinnerungen an die herrlichen Tage in Südafrika. Gerade jetzt, wo das Wetter hier so dermaßen unschön ist und ich den Sommer so sehr vermisse… ich bleibe beim Bearbeiten der Fotos ständig hängen und träume mich zurück. Oder wahlweise voraus zum nächsten Urlaub - der zwar erst in ein paar Monaten sein wird, aber man kann ja durchaus schon diverse Traumziele in die engere Auswahl nehmen und nach Schnäppchen suchen. Nicht ganz unwesentlich, nachdem nun die Jungs ein Alter erreicht haben, wo wir wohl oder übel für 4 Personen buchen und auch bezahlen müssen. 

 

Jetzt aber zurück zum eigentlichen Post, den ich jetzt einfach in zwei Parts aufteilen werde, damit überhaupt endlich mal wenigstens die Hälfte online geht:

 

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Wir haben es wieder getan. Die zweite Reise nach Südafrika, wieder über Kapstadt, dieses Mal aber ein bisschen weiter als vor zwei Jahren, entlang der Garden Route.

Direkt nach der Ankunft in Kapstadt sind wir mit dem Mietwagen nach Franschhoek gefahren - über die sagenhafte Baylonstoren Farm. Ich weiß gar nicht, wie man das in Worte fassen soll. Paradiesisch trifft es vermutlich am ehesten. Ein gigantisches Farmgelände mit den wunderschönsten Pflanzen, Gebäuden und Restaurants. Ich glaube, ich habe etwa dreihundert Mal „Wie schöööön!“ gesagt - alleine in der ersten halben Stunde.

Zum Übernachten waren die Preise leider deutlich zu hoch, aber für einen ausgiebigen Rundgang und ein köstliches Mittagessen im Gewächshaus war dieser Zwischenstopp nach dem Flug durch die Nacht genau richtig. Wenn ihr jemals nach Kapstadt kommt, müsst ihr unbedingt dort hin. Es ist so herrlich und nur etwa eine halbe oder Dreiviertel Stunde Fahrt entfernt.

 

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Der nächste Stopp auf unserem Weg nach Port Elizabeth war in Swellendam, im Arumvale Country House - kleine Cottages, etwas abgelegen, mit wild-schönem Ausblick auf die Berge und weidende Kühe. Und ganz wunderbar: mit eigener Feuerstelle auf jeder Terrasse für’s Braai, die südafrikanische Art des Grillens. Haben wir natürlich auch prompt ausprobiert. Das Gefühl, in diesem wunderbaren Land so nah an der rauhen Natur mit einer guten Flasche Wein am offenen Feuer zu sitzen und den Geräuschen da draußen im Halbdunkel zu lauschen, ist unbeschreiblich.

(in der Nacht sah es dann wieder ein wenig anders aus, weil unser Türschloss klemmte und mir gefühlt alle halbe Stunde „Ohgottohgottohgott, du bist mitten im Nirgendwo in Südafrika, wo es einen Haufen wilde Tiere gibt, und kannst die Tür nicht absperren“ durch den Kopf schoß. Wir haben die Nacht aber überlebt. Ohne Zwischenfälle. Der Gatte wies ja auch darauf hin, dass eventuelle Raubtiere vermutlich zuerst die Kühe fressen würden. Die dann wiederum an der Stelle wahrscheinlich gar nicht erst friedlich grasen würden. Vielleicht gar nicht so falsch.)

 

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Und weiter ging es über die Berge und durch die Halbwüste Klein Karoo Richtung Oudtshoorn. Nach meilenlanger Strecke in völliger Einsamkeit kam nach einer flacheren Kuppe plötzlich eine richtige Großstadt in Sicht, womit ich in dieser Gegend tatsächlich gar nicht gerechnet hatte. Straußenfarmen und Game Lodges, eine Wildlife Ranch für die Kinder und trockenes, heißes Wetter.

 

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Einen Abend haben wir bei einem fantastischen Mahl im Kerzenschein unter einem offenen Zeltdach am Rande eines Sees in der Buffel's Drift Game Lodge verbracht, während um uns herum Blitze durch den Himmel zuckten und der Donner grollte. Wie überall auch hier großartiges Essen, das „Bobotie“ ist wirklich empfehlenswert.

 

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Von Oudtshoorn führte uns der Weg ans Meer, nach Knysna. Und, schockierender Weise, ins schlechte Wetter. Die anfängliche Begeisterung über die Fahrt entlang des Bergpasses mitten durch die Wolken, mit kaum 5 Metern Sicht, legte sich ziemlich schnell, als uns klar wurde, dass wir bereits unten am Fuße der Berge und somit auch am Meer angekommen sein mussten - und immer noch kaum die Hand vor Augen sehen konnten. Es schüttete wie aus Kübeln, der Himmel grau in grau. Und das nach 35 Grad und strahlendem Sonnenschein in der Karoo...

 

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Dazu kam noch, dass uns unser Wunschhotel wegen der Kinder kurzfristig abgesagt und die Buchung storniert hatte und unsere Ersatzunterkunft deutlich abgelegner zu finden war als gedacht. Nach längerer Fahrt durch unbewohnte Wälder standen wir schließlich vor einem riesigen Metalltor mit nichts weiter als einem Zifferneingabepad. Keine Gegensprechanlage, nichts. Natürlich wussten wir auch nichts von einem Code. Der Gatte ließ sich schließlich telefonisch (hallo Telefonrechnung.) durch die gigantische Anlage zu unserer einsamen Blockhütte lotsen, wo ich als erstes eine kleine Überschwemmung mit einer defekten Wasserleitung verursachte, der Strahl ging bis an die Decke. Mit dem Schock in den Knochen war mir die Unterkunft sowieso suspekt und nach dem Fund eines Zettels in der Küche, auf dem warnend daraufhingewiesen wurde, dass man keine Sachen auf dem Boden liegen lassen solle wegen der Skorpione und bitte auch nur mit Schuhen nach draußen gehen möge wegen der Schlangen, weigerte ich mich - leicht hysterisch - auch nur noch zehn Minuten länger zu bleiben. Der Gatte hatte ein Einsehen und wir suchten uns eine neue Bleibe (in der ich unter der gemauerten Badewanne zwar letztendlich am späten Abend auch zwei tierische Zangen hervorlugen sah - heldenhaft von mir mit Kleenex und Raid wieder ins Loch zurückgestopft, was auch immer das für ein Tier gewesen sein mag… Skorpion? Gigantischer Hirschkäfer?), in der wir uns sicherer fühlten.

 

P.S. Ich bin in diesem Urlaub generell ziemlich heldenhaft im Umgang mit krabbelndem Viechzeugs geworden, wie auch die Kinder. Am Flughafen in Port Elizabeth rief der eine Mini plötzlich voller Begeisterung „Guck mal, Mama, ein schöner Falter! (wir hatten ihnen eines Nachts erklärt, was alles so um unsere Köpfe herumschwirrte, weil ihnen die ganzen Motten und Nachtfalter ein wenig unheimlich waren) Da, neben dir auf der Bank! Du kannst den fangen!“ Und was krabbelte direkt neben mir die Sitzbank entlang? Eine wirklich fette Kakerlake. So freudig begrüßt wurde sie sicher noch nie.

 

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In der Nähe von Knysna, bei Plettenberg, gibt es ein Elephant Sanctuary (wir haben uns gegen den Knysna Elephant Park entschieden, weil es dort anscheinend Vorfälle von Tierquälerei gab), das wir besucht haben. Ein unglaubliches Gefühl, die riesigen Tier so aus der Nähe zu sehen. Ziemlich ehrfurchteinflößend. Wir durften sogar mit ihnen Rüssel-in-Hand spazieren gehen. Beziehungsweise nahm mich der Elefant mit seinem Rüssel an der Hand und führte mich herum. Während sich das Kind panisch mit seinem Kuschelelefanten an mich klammerte, gleichzeitig aber auch nicht heruntergelassen werden wollte.

 

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Der Bruder war da etwas mutiger.

 

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Der Rest folgt… ich hoffe, nicht erst in einem halben Jahr. :-)

Sonntag, 31. Januar 2016

Lust auf ein bisschen Fernweh?

Genau das hatten wir auch. Und als sich überraschend die Gelegenheit geboten hat, den Gatten bei der Arbeit zu begleiten, haben wir kurzentschlossen Kinder und Sommersachen eingepackt und sind mit ihm nach Miami geflogen. Die Tage vorher war ich schwer am Zweifeln, wie sinnvoll so ein Kurztrip über drei Tage in eine andere Zeitzone mit fast zwölfstündigem Flug (davon einer komplett tagsüber) und zwei Vierjährigen ist, aber Kneifen war keine Option. Wir hätten uns vermutlich ewig gefragt, ob es nicht doch lustig geworden wäre.

Jetzt muss ich mich nicht fragen, sondern kann bestätigen: es war lustig. Superdupersehr sogar, ein echtes Abenteuer, raus aus dem Winter und aus dem Alltag, rein ins Vergnügen. Es war einfach großartig! Lustigerweise waren alle in unserem Umfeld der Meinung, dass wir verrückt sind, den Trip mit den Kindern zu unternehmen, wohingegen alle aus der Flugzeugcrew es fast als selbstverständlich sahen, so viele hatten ihren Nachwuchs schon im Babyalter mit dabei.

 

Mein Fazit ist jedenfalls durchweg positiv. Die sechsstündige Zeitverschiebung hat den Jungs absolut nichts ausgemacht, dankenswerterweise haben sie sogar bis 6 Uhr morgens durchgeschlafen - was mir den ersten Sonnenaufgang seit langer, langer Zeit beschert hat (normalerweise kann ich mich zu Zeiten, an denen bei uns die Sonne aufgeht, nicht mehr aus dem Bett quälen. Dazu ist mir der Schlaf zu kostbar. Und im Winter zählt es hier nicht.).

Und auch die Heimkehr lief reibungslos, zumindest für die Minis. Auf dem Flug hat es so sehr gewackelt, dass ich vor Angst fast vergangen bin und nicht ein Auge zugemacht habe - während die jungen Herren tief und fest alles verpennt haben. Netterweise scheinen sie aber auch Schlafmangel aufgebaut zu haben und haben die letzten beiden Tage bis nach 11 geschlafen. Ich kann es kaum fassen und bin ziemlich gespannt, wie ich sie morgen um 7 aus den Federn kriegen soll.

 

Genug schwadroniert (ich will eigentlich nur sagen, falls ihr etwas ähnlich Verrücktes planen solltet - ob mit oder ohne Kinder - , macht es! Schlimmstenfalls habt ihr ein paar anstrengende Tage, aber die Erinnerung an etwas Einmaliges wird bleiben.), hier sind die Fotos, zumindest ein Teil davon:

 

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Beeindruckende Sonnenaufgänge in South Beach.

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 Weiße Sandstrände und Palmen auf Key Biscayne.

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Die Jungs sind völlig im "Avengers"-Fieber, Disney Store sei Dank. "Eierman" und "Thorhammer" haben "Duffy Vader" und "Stormtuuper" abgelöst.  Ist mir persönlich doch lieber als das allgegenwärtige Star Wars. Mit den Superhelden kenne ich mich wenigstens ein bisschen besser aus. Und als Pflaster (siehe die Finger) sind sie auch noch zu haben. Wie viele Verletzungen plötzlich auftreten können, um nur noch ein letztes Pflaster aufgeklebt zu bekommen...

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Auf dem letzten Bild kann man schon beim Sonnenaufgang erahnen, weshalb der Flug so unruhig wurde - es war ziemlich stürmisch. Der Regen hat aber netterweise bis zum Abflug gewartet.

 

Unser Sightseeing-Programm war übersichtlich aufgrund der Kürze des Trips. Am ersten Abend waren wir nach dem Flug noch auf einen schnellen Drink in einem Club/Bar/Hostel/Restaurant namens Freehand Miami in der Nähe unseres Hotels. Die in der Bar am Pool servierten Snacks (Fries für die Minis, Chicen Wings für den Gatten, Hummus mit geröstetem Brot und Gemüse für mich) waren unfassbar gut, womit ich in der Location eigentlich nicht gerechnet hätte.

Am nächsten Tag sind wir mit dem Mietwagen über die Dolphin Mall (groß und nicht besonders schön) in die Everglades zum Everglade Safari Park gefahren, um mit dem Air boat Krokodile zu sichten. Sehr touristisch - natürlich -, aber trotzdem ganz nett. Und Krokos haben wir tatsächlich zu Gesicht bekommen. Am Abend mussten wir allerdings den Zimmerservice beanspruchen anstatt auszugehen, weil der eine Mini nicht mehr wachzukriegen war.

Den zweiten Tag haben wir am Strand verbracht, sehr zu empfehlen: der Crandon Park Beach. Endlos langer Sandstrand, es geht relativ flach ins Wasser und die Massen scheinen sich dort gut verteilen. Wir waren unter der Woche früh dran und anfangs sogar völlig alleine. Der Parkplatz kostet zwischen 5 und 7 Dollar.

Abends sind wir am Ocean Drive entlang gebummelt und haben die teuren Autos bewundert. Essen waren wir im Dirt, damit zwischen all den Fries und Burgers auch mal wieder etwas gesundes über unsere Lippen kommt. Meine Salad Bowl mit Roter Bete, Ziegenkäse und Haselnüssen war superfrisch und wirklich sehr lecker, die Almondbutter Strawberry Sandwiches der Jungs gigantisch groß und einfach yummy, nur der Gatte hatte etwas Pech mit seinem Wrap, da der zu seiner Enttäuschung statt in Tortillafladen in einem Kohlblatt gewickelt daher kam. Er hatte versehentlich die "skinny"-Variante erwischt. Hihi.

Am letzten Tag - unser Flug ging am frühen Abend - sind wir noch ein bisschen durch die Stadt gefahren und waren in der Aventura Mall shoppen, da das Wetter nicht besonders war. Die Mall war deutlich freundlicher als die Dolphin Mall. Den letzten Burger haben wir im Le Tub Saloon gegessen, eine ziemlich skurrile Absteige direkt am Wasser. Man sitzt wie im Dschungel zwischen Pflanzen und Vögeln (oder man macht auf der Bank ein Mittagsschläfchen) und kann, wenn man Glück hat, sogar ein Manatee im Wasser entdecken. Das Essen war okay, nicht schlecht, aber auch nicht sonderlich gut. Ich würde das Chili dort dem Burger vorziehen, auch wenn es mit abgepackten Crackern in einer Plastik-Einwegschüssel kommt.

 

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Was wir leider nicht mehr geschafft haben, weswegen ich wirklich traurig bin, ist der Fruit and Spice Park bei Homestead. Wir kamen leider erst nach Einlassschluss dorthin (der Park macht um 17 Uhr zu, um 16:30 h ist der letzte Einlass) und konnten nicht mehr hinein, aber es muss ziemlich beeindruckend sein. Der Park ist riesig und man kann wohl von allen von den Bäumen gefallenen Früchten probieren. Anscheinend gibt es dort alleine 150 verschiedene Sorten Mangos.

 

P.S. die Verlinkungen funktionieren gerade nicht, entschuldigt bitte!

Freitag, 4. Dezember 2015

Interessant.

Blog-technisch gesehen, war 2015 wohl mein schwächstes Jahr bisher. Sehr interessant. Woran lag das? Was kann einen noch mehr vom Fotografieren und Schreiben abhalten als zu Heiraten, Kinder zu bekommen, Nächte nicht zu schlafen, umzuziehen… ? Ich weiß es nicht. Es sind weniger als die Hälfte der Posts vom Vorjahr. Gerade mal etwa einer pro Monat.

Aber ich freue mich, dass ihr noch da seid. Sehr sogar.

Ich muss ja gestehen, dass ich das Schreiben nicht nur für mich mache. Beziehungsweise - wenn es nur für mich wäre, hätte vermutlich schon vor langer Zeit die Faulheit gesiegt und ich hätte es aufgegeben. Oder, wie ich mir gerne einrede, es aufgeschoben. 

So aber denke ich gerne, dass es da draußen vielleicht noch andere Menschen wie mich gibt, die ebenso gerne über andere Leben, andere Werdegänge, andere Schicksale lesen, wie ich. Ich finde es spannend, anregend, oft rührend, von Fremden zu lesen. Wie sie ihren Alltag meistern, was sie bewerkstelligen, bewirken. Ich bin keine von denen, die die fehlende Realität in der virtuellen Welt anprangern, im Gegenteil. Ich verliere mich auch gerne in hübschen Bildern und oberflächlichen Einblicken. Ich weiß, dass das Leben anders aussieht und gerade deshalb mag ich Auszeiten davon. Es inspiriert und motiviert mich. Und ich weiß auch, dass ich trotz aller Versuche immer und immer wieder an der erstrebten Perfektion scheitern werde - aber das macht nichts. Den Versuch war es wert. Und für einen kurzen Augenblick war sie greifbar.

Ich schreibe nicht gerne über den drögen Alltag, ich klammere sehr bewusst Sorgen und Probleme aus. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen, wie man so schön sagt, da muss ich meines nicht hier auch noch darstellen. 

 

Ihr versteht das, nicht wahr?

 

Also widmen wir uns jetzt wieder den erfreulicheren Dingen.

Wie zum Beispiel traumhaften Sonnenuntergängen. Nach meinem letzten Post im Oktober hätte ich wirklich nicht damit gerechnet, dass wir noch einen solchen Herbst bekommen. Das war der vermutlich schönste November, den ich bisher erlebt habe. Und zum Abschluss gab es dann sogar noch Schnee. Juhu!

 

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Mir blutet bei diesen Bildern ein bisschen mein Herz - meine Kinder haben nämlich leider ein ziemlich zerstörerisches Wesen, weshalb ich in der letzten Zeit einige Verluste an der Kameralinsen und -objektivfront zu beklagen hatte. Von zerbrochenen Schüsseln oder Tassen gar nicht zu sprechen.

Jüngstes Opfer: meine geliebte Handykamera, die für mich unterwegs zur echten DSLR-Alternative geworden war. 

Ich konnte mir lange nicht erklären, was genau mit der Linse passiert war, sie war in alle Einzelteile zersplittert, aber das Handy lag unberührt auf dem Schreibtisch. Die Kinder hatten natürlich keine Ahnung, was da los gewesen sein könnte.

Nachdem mir der Mann aus dem Laden, in den ich das Handy zur Reparatur brachte, versicherte, dass Linsen nicht einfach implodieren und dass er davon ausgehen würde, dass doch ein Kind involviert war, fragte ich also Zuhause noch einmal nach. Und siehe da, das eine Kind berichtete zögerlich, dass es ganz möglicherweise beobachtet haben könnte, wie JEMAND eventuell auf das Handy getreten sein könnte. Vielleicht er selbst, vielleicht aber auch der Papa. Oder der Bruder. Jedenfalls könne er sich dunkel daran erinnern, dass etwas passiert ist. Oben, in unserem Zimmer. 

So so. Zugegeben hat er es nicht wirklich, aber sich angeboten, baldmöglichst einen Job zu suchen und dann zwei neue Handys zu kaufen, eines für mich und eines mit Minion-Hülle für sich.

Ich bin schwer für die Abschaffung der Familienhaftpflicht und sehr dafür, dass Eltern und ihre eigenen Kinder als getrennte Parteien versichert werden. Hmpf. Aber hey, wer sagte noch gleich: "wenn es dich eiiinmal anlächelt… " 

 

Noch eine Anekdote:

das andere Kind rief neulich auf einem Spaziergang ganz aufgeregt "Mama, Mama, schau mal, ein Männlein!" Ich konnte allerdings nichts sehen außer einem Rosenstrauch und Hagebutten - da zeigte er energisch auf die Frucht und sagte "Da, schau doch, ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm, es hat aus lauter Purpur ein Männlein um…"

Ich musste ihn niederknutschen, weil das so süß war.

 

Dasselbe Kind legte mir ein paar Tage vorher allerdings nahe, dass ich mir das mit dem Kinderkriegen wohl doch besser hätte überlegen sollen:

ich ließ sie vorm dem Schlafengehen noch in der Badewanne platschen, aber es gab große Unzufriedenheit, weil zu wenig Schaum in der Wanne war. Nach etlichen Diskussionen über zu wenig oder zuviel Schaum bei den letzten Bädern hatte ich die Nase voll und sagte, dass sie auch einfach sofort ins Bett gehen könnten, wenn sie nicht Ruhe geben würden. "Bäh Mama, wer will denn schon ins Bett?!" 

Ich antwortete "Na ich, ich bin todmüde." - "Dann geh doch!" - "Ich muss euch aber blöderweise zuerst ins Bett bringen, das macht ja sonst keiner."

Kurze nachdenkliche Pause, dann sagte das Kind: "Mama, vielleicht solltest du besser keine Kinder bekommen."

Mir fiel die Kinnlade bis auf den Boden. Bitte??? Vom eigenen Kind? Mit gerade mal vier Jahren?

Dann allerdings musste ich die logische Schlussfolgerung doch anerkennen - klar, wenn man selbst als erster ins Bett gehen möchte, sollte man wohl wirklich keine Kinder bekommen. Nüchtern betrachtet. Hihi.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

So. Wir wären dann mal umgezogen.

Gute Güte. Was bin ich fertig. Mit den Nerven, mit der Kraft, mit den Ideen. Feeer-tig.

Ich kann euch jetzt ehrlicherweise sagen: zieht mit Babys um. Mit Babys ist alles deutlich einfacher als mit - inzwischen - Vierjährigen. Die hinterfragen alles, wollen Mitspracherecht und pfuschen generell gerne dazwischen. Beim Schrankaufbau zum Beispiel. Mit ihren Spielzeug-Akkuschraubern. Wenn sie die echten und dringend benötigten Schrauben liebevoll gegen ihre dicken, unbrauchbaren aus Plastik vertauschen. Und dann nicht mehr wissen, wo sie die Originale hingelegt haben. Selbiges könnte man jetzt allerdings auch über den Gatten sagen, fällt mir gerade beim Schreiben auf.

Jedenfalls ist die Quintessenz nach inzwischen 3 Wochen im Haus: Umziehen macht keinen Spaß. Ich hatte vorher wie eine Wilde meine Ideen aufgeschrieben, aufgemalt, auf Pinterest gepinnt und mir generell alles in den rosigsten Farben ausgemalt, um dann in der nüchternen Realität zu landen. Zu wenig Platz, geht nicht, gibt es nicht, ist zu teuer, lässt sich nicht umsetzen.

Dazu kam dann noch der gigantische Kindergeburtstag, den wir schon auf zwei Tage verteilen mussten, weil es zu viele "Interessenten", sprich Verwandte und Kindergartenfreunde gab, um alle an nur einem Tag zu versammeln.

Gekrönt wurde der Geburtstag dann übrigens noch von einem umgehenden Magenvirus. Juhuuuu.

 

Jetzt versuchen wir gerade, nachdem der Urlaub um ist, und wir halbwegs wohnlich eingerichtet sind, die letzten kleinen und größeren Baustellen zu beseitigen. Der erste (und hoffentlich auch letzte) Wasserschaden ist behoben, die Dachterrasse wird in den nächsten Wochen angegangen und die Elektrik funktioniert langsam auch vollständig.

Wir fühlen uns alle sehr wohl, aber ich werde sicher hibbelig bleiben, bis die Details auch endlich stimmen. Leider fehlt dafür gerade echt die Zeit, weil die Kindergarteneingewöhnung uns jeglicher Freizeit ohne die Kinder beraubt. Wobei man hier in der Stadt wirklich sehr froh sein kann, wenn man überhaupt einen Platz in der Nähe bekommt. Fotos werden also noch folgen. Wenn ich irgendwann mal zufriedenstellend aufräumen konnte. Hrrrmm.

 

Bis dahin gibt es entspannende Bilder von den Umlands-Seen, die wir in letzter Zeit bei herrlichen Herbstwetter noch genießen konnten - den Anfang macht der Chiemsee mit der Fraueninsel:

 

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Nochmal die Dornen am Hagebuttenstrauch begutachten, nachdem der eine Mini plötzlich "Blut hatte" - aus einem "richtigen Loch im Finger"...

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Weiter geht es bei traumhaftem Sonnenschein am Staffelsee:

 

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Kurz bevor ihn das arme hungrige Tier in den Finger gezwickt hat und er fürchterlich weinen musste:

 

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Und den Abschluss macht der, wie immer, wunderschöne Starnberger See:

 

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Wenn das mal nicht die perfekte Einstimmung für den Herbst ist, der allem Anschein nach heute mit ordentlichem Regen und 12 Grad begonnen hat… morgen müssen unbedingt ein paar schöne Duftkerzen und ein bisschen Herbstdeko her.