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Mittwoch, 2. Januar 2013

Gut gerutscht?

Es ist geschafft - das alte Jahr ist vorbei, das neue hat gerade erst angefangen und alles liegt noch vor uns. In den letzten Jahren war ich nach Weihnachten immer etwas wehmütig, weil die schöne Vorweihnachtszeit vorbei war und der Alltag nach Silvester für volle 365 Tage wieder vor der Tür stand, immer dasselbe… In diesem Jahr blicke ich voller Staunen zurück auf das, was 2012 alles passiert ist und kann kaum glauben, dass es nur kurze 12 Monate waren. Wir sind umgezogen, die Jungs sind schon beinahe große Kinder, die ersten kleinen Worte purzeln aus ihnen heraus, ich habe wieder angefangen zu arbeiten und der Gatte und ich werden in diesem neuen Jahr schon 3 ganze Jahre verheiratet sein. Wow.

Natürlich gibt es wieder ein paar lose gefasste Vorsätze, die üblichen eben. Mehr Disziplin, weniger Laster… an die Vorsätze des alten Jahres kann ich mich - Gott sei Dank - nicht mehr wirklich erinnern, falls es welche gegeben haben sollte. Ist ja auch deutlich angenehmer so. Nur das kolossale Scheitern der Fitnesskarriere nach dem Personal Training muss ich hier schuldbewusst eingestehen. Seit der letzten Stunde hat mich das Fitnessstudio nicht mehr gesehen, gekündigt habe ich den Vertrag zu allem Überfluss auch noch. Aber: das nur, um hoffentlich in einem unserer neuen Wohnung näher gelegenen Studio glücklich (und sportlich!!) zu werden. Man sollte die Hoffnung nie aufgeben.

 

Ich wünsche Euch allen, dass das vor uns liegende Jahr Glück und Freude und Gesundheit bringt und bin mächtig gespannt, wie wohl der Jahresrückblick in 12 Monaten aussehen wird. Auf ein fröhliches 2013!

 

DSC00516  Arbeitskopie 2

Für die 2 und die 0 haben mir leider Versuchskaninchen gefehlt, also hat es nur für die 13 gereicht...

 

Mittwoch, 20. Januar 2010

Aller Anfang ist schwer


Um ehrlich zu sein - ich weiß gar nicht genau, wo und wie ich anfangen soll.
Mir ist neulich der Gedanke gekommen, dass ich dieses Jahr so gerne festhalten möchte, weil es doch irgendwie einen entscheidenden Wendepunkt in meinem Leben markiert und ich es schön fände, das in Erinnerung zu behalten.
Und heute hatte ich endlich den nötigen Willen dazu, den ersten Schritt zu machen.
Tadaa!

Ich habe im Oktober des letzten Jahres von meinem Freund den (für mich) perfekten Antrag an einem traumhaften Tag bekommen.
Vielleicht sollte ich zuerst erwähnen, dass ich... na ja... möööglicherweise die letzten beiden Jahre unserer insgesamt sechsjährigen Beziehung nicht direkt stoisch und gelassen auf die Frage aller Fragen gewartet habe, sondern eventuell ein winzig kleines Bisschen gequengelt und genölt habe. Ich weiß, beschämenswert.
Gott sei dank wusste das Herzblatt schon immer, damit richtig umzugehen und hat mich schlicht grinsend ignoriert, anstatt schreiend die Flucht zu ergreifen - wie mein Vater mir des Öfteren gepredigt hat.
An besagtem Tag also machten wir uns mittags auf den Weg nach Köln, um dort der Einladung zu einem außergewöhnlichen Dinner zu folgen, die wir beide jeweils zu unserem 30sten von seinen Eltern bekommen hatten.
Die Vorbereitungen dafür verliefen nicht ganz so einfach wie gedacht, weil es damit begann, dass in Köln zeitgleich eine riesige Messe stattfand und sogar die schäbigsten Bruchbuden von Hotels horrende Preise für eine Übernachtung verlangten, und endete damit, dass wir beinahe auch noch den Flieger verpasst hätten, weil nahezu ganz München für den Münchner Stadtlauf abgesperrt war und uns das erst aufgefallen ist, als wir mittendrin standen.
Letzendlich ist dann aber doch alles mehr als glatt gelaufen:
wir haben in einem fantastischen Schlosshotel zu einem halbwegs vernünftigen Preis ein wunderschönes Zimmer reservieren können, den Flieger doch noch erwischt, in Köln einen schwarzen Mini mit weißen Rennstreifen als Mietwagen bekommen und zu allem Überfluss durfte ich den Flug auch noch im Cockpit bei zwei sehr netten Herren verbringen, mit denen ich einen Heidenspaß hatte - bei Witzen über Heiratsanträge!! - während das Herzblatt hinten in der Kabine sitzen musste.
An diesem einen, einzigen Tag hatte ich also mit keiner Hirnzelle mit einem Antrag gerechnet. Im Gegenteil, wir hatten vorher schon selbst darüber geflachst, dass wir den Tag und das Hotel eigentlich richtig nutzen sollten, wenn sich schon einmal eine solche Gelegenheit ergibt: Wohnen im Schlosshotel, dinieren in einem anderen Schloss, Limousinenservice und so weiter... genauso haben übrigens die beiden Piloten reagiert, als ich erzählte, wie unser Wochenende ablaufen soll.

Als wir angekommen sind, haben wir erst einmal begeistert die Minibar geplündert - die doch tatsächlich im Zimmerpreis mit inbegriffen war. Habt ihr so etwas schon einmal erlebt?!
Wir waren jedenfalls begeistert.
Und fünf Minuten später war ich noch begeisterter, als das Herzblatt völlig unerwartet eine kleine quadratische, mintgrüne Schachtel mit weißer Schleife aus dem Koffer gezogen hat.
In der ersten Sekunde dachte ich, es wäre ein Witz und habe womöglich "Willst du mich vera****schen?" gefragt. Keine sonderlich glorreiche Reaktion meinerseits auf eine sehnlich erwartete Frage.
Die danach war leider auch nicht viel besser: ich bin in Tränen ausgebrochen und habe gefühlte dreihundert Mal "Oh mein Gott" gesagt. Das alles wohlgemerkt bevor die Schachtel
überhaupt offen war.
Gott sei dank war auch wirklich ein Ring drin!

Den restlichen Abend habe ich zwischen Heulen und stupidem Grinsen verbracht. Na gut, um ehrlich zu sein, nicht nur den Abend, sondern die ganzen nächsten Tage.


Heirat also nicht ausgeschlossen.