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Dienstag, 15. April 2014

Gefühlsduseleien. Und Busse.

Meine Jungs wickeln mich um den Finger. Gnadenlos. Und ich? Ich sehe es und bin ihnen trotzdem machtlos ausgeliefert. Das muss dann wohl Liebe sein.

 

Abends, nachdem ich ihnen vorgelesen und das Licht ausgemacht habe, muss ich meistens noch mindestens drei Mal ins Zimmer kommen - um ihnen die Wasserflasche zu reichen (die sowieso immer in ihrem Bett steht), um einen schrecklich wichtigen Schnuller zu suchen (es muss genau DER sein, wehe, ich finde ihn nicht) oder um ihnen noch ein anderes Buch, Kuscheltier oder Auto ins Bett zu legen. Oder, auch sehr ausgebufft: eine Fussel. Eine Fussel im Mund, die natürlich nicht selbst entfernt werden kann, weil man ja nichts sieht.

Inzwischen kündige ich beim dritten Besuch an, dass ich ab jetzt nicht mehr hereinkommen werde und sie ihre "Angelegenheiten" selbst regeln müssen.

Seit einigen Tagen kommt nun direkt nach dem "Licht aus!" die Forderung "Maaaamaaaa, noch eiiiinmal kommen! Kooooomm reiiin!" und wenn ich frage, weshalb, entsteht eine kurze Überlegungspause und dann rücken sie mit dem wichtigsten Argument aller Zeiten heraus: "Will noch ein Bussi." "Will noch schmusen." Wer kann denn da widerstehen?

Das andere Kind macht dann die Mutterglücksgefühle allerdings wieder zunichte, wenn es sich vor dem Bussi entrüstet abwendet und "Neiiiin, Buuuuus!! Bus! Bus!" brüllt. Irgendwo gab es da wohl ein kleines Kommunikationsproblem.

 

Zweieinhalbjährige Kinder sind die allerbesten.

 

DSC 0009

 

P.S.: Kleine Anekdote von heute morgen - ich bringe die beiden zur Kinderkrippe und vor der Haustür unserer Nachbarn stellen sie fest: "Da wohnt die Post." Hochgezogene Augenbrauen meinerseits.

Diese Nachbarn nehmen manchmal, na gut, oft - öfter - ständig - unsere Päckchen an, wenn wir nicht da sind. Gott sei Dank hat der Gatte das nicht mitbekommen, sonst würde vermutlich mein Online-Konsumverhalten sehr in Frage gestellt werden.

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