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Dienstag, 9. September 2014

Endgültig Herbst.

In den letzten Wochen war einfach zu viel los. Der Kindergarten hatte geschlossen, die Minis waren auf Reisen - ohne mich, die ich arbeiten musste, ich durfte Trauzeugin sein und diverse Geburtstage standen und stehen an. Und unmerklich ist der miese Sommer in einen zumindest bisher ganz angenehmen Herbst übergegangen. Ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickeln wird.

 

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Die letzten Sommerstunden...

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Mini-Piloten mit Wahnsinnsaussicht… "Ich bin der Pilot und du bist die Flugbegleiterung" - ich werde ihn hier nie korrigieren, weil "Flugbegleiterung" eines der besten Wörter ist. Wie auch "Stocker" statt "Jogger".

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Großer Genießer.

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Mein Rennfahrer. Die coole Socke. Wie er da am Lenker hängt, ist übrigens nicht aus mangelnder Größe entstanden, sondern weil er bei - in meinen Augen - mindestens 15 km/h Faxen machen musste. War wohl zu langsam. Das Kind ist um die Kurven geprescht, dass mir fast das Herz in die Hose gerutscht ist. Aber ich muss zugeben, dass er es wirklich grandios gemacht und so manchen Größeren ausgestochen hat. Mit noch nicht einmal 3 Jahren. Ich bin wie ein stolzer Gockel (in meinem Fall würde Henne zwar besser passen, aber die stolzieren nicht so schön) von dannen marschiert.

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Schwammerlsuche mit Erfolg.

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Und ein Salamander.

Leider waren die Kinder vom Waldspaziergang mäßig begeistert. "Laaaangweilig" - "Will im Auto Mittagsschlaf machen" (Höh? Wie bitte?) - "Mag ins Lokal, Kaiserschmarren essen" - "Huuunger" und so weiter...

Und als es abends Pilzrisotto gab, war das eine Kind doch ziemlich nachdenklich, "Maaaama? Mag keine Fliegenpilze essen."

 

Bei "laaaangweilig" bin ich mir allerdings nicht sicher, ob sie sich der wahren Bedeutung bewusst sind, nachdem der eine neulich kopfüber von meinen Schultern baumelnd plötzlich panisch "Langweilig!!! Langweilig! Langweiiiiiliggg!!" rief. Möglicherweise lautet ihre Übersetzung dafür {blöde Situation, hol' mich da sofort raus} - und passt überraschend oft zu unserer Definition von langweilig.

 

P.S. Ich habe morgen Geburtstag und als ich den Minis heute davon erzählte, fragte mich der eine "Mama, bin ich dann auch eingeladen? Freust du dich, wenn ich komme?" - "Na klar, Hase, ich freue mich wahnsinnig, wenn du auch kommst. Singst du mir dann vor?" - "Ja, das Guuuute zum Geeebuuurtstag *sing* und wenn du dann nicht mehr Geburtstag hast, dann lese ich dir vor."

Ist das nicht herzallerliebst?

Montag, 18. August 2014

Dieses Wetter.

Die Nässe. Die Kälte. Der Wind. Und dann, wie zum Hohn, die paar lächerlichen Sonnenstrahlen, die ab und zu durch die dunkelgraue Wolkenschicht stechen - das ist dann echt auch nicht mehr nötig.

Ich bin unglaublich frustriert. Die zweite Mandelentzündung innerhalb ein paar Wochen, nichts Aufregendes zu berichten, nur langweiliger Alltag. Wir waren im letzten Monat zwar durchaus viel unterwegs, aber ich hatte wenig Lust auf's Fotografieren und bin generell momentan sehr uninspiriert. Ich will nur hoffen, dass ich das neue Bloglayout - das gerade eigentlich eher "aus Versehen" passiert ist, weil ich immer noch nicht weiß, wie man hier herumprobieren kann, ohne gleich speichern zu müssen - nicht morgen schon bereue.

 

Jedenfalls fühle ich mich einfach nicht sonderlich kreativ oder gut gelaunt. Der Kindergarten hat für zwei Wochen geschlossen, die Minis sind bei ihren Großeltern und anstatt die freie Zeit zu genießen, beneide ich sie glühend um ihren "Urlaub". In den letzten Jahren haben wir eigentlich immer im September noch ein paar schöne Ferientage verbracht, je nach dem heimatlichen Wetter entweder im Süden, in der Wärme, oder wenn uns schon die Herbstgefühle ereilt hatten, dann in England. Dieses Jahr, nicht sehr verwunderlich, signalisiert mein Hirn mir schon seit Wochen, dass es sich im Herbstzustand befindet. Gummistiefel, Tee, Kekse statt Bikini, See und Eis. Na prima.

Und das Schlimmste an diesem Zustand: kein Septemberurlaub in Sicht. Dank unseres sehr frühen Sommerurlaubes in Kroatien, der schon gefühlte hundert Jahre hinter uns liegt, und meinem neuen Job, wird mein Fernweh vermutlich bis Dezember keine Erlösung finden. Ich bin untröstlich. Und suche verzweifelt nach Möglichkeiten, um wenigstens verlängerte Wochenenden an schönen Orten irgendwo unterzubringen.

 

Genug gejammert, Zeit, sich aufzuraffen und etwas Produktives anzugehen. Fragt sich nur - was?!

 

 

Das Kind neulich: "Mama? Du riechst gut. Ich hab' dich lieb." Macht ein grübelndes Gesicht. "Rieche ich auch gut? Hast du mich auch lieb?"

 

Und jeden Morgen, wenn der Gatte sie in den Kindergarten bringt und ich vor der Haustür die andere Richtung ins Büro einschlage, verabschieden sie sich minutenlang mit guten Wünschen - "Komm bald wieder! Gute Reise! Viel Spaß!" und dann bekomme ich eine detaillierte Wegbeschreibung zur Arbeit: "Du musst da vorne dann links und den Berg hoch und zur U-Bahn und dann zur Tram und dann noch rechts." Dass sie keine Ahnung haben, wo ich tatsächlich arbeite, ändert nichts an der Ernsthaftigkeit der kleinen Navigationssysteme. Kann man das eigentlich beruflich erlernen? Sie wären fantastisch. Auch in der Tiefgarage beim Einparken sind sie ungemein hilfreich. "Pass auuuuf! Vorsicht! Da lang! Rechts!"

 

 

Mittwoch, 16. Juli 2014

Auf der Dult. Und ein paar Sprüche der Minis.

 

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Anlässlich des Besuchs auf der winzigen Dult (für die Nicht-Bayern: das ist eine Art Haushaltswarenmarkt in Kombination mit Fahrgeschäften) bei uns um die Ecke, als ich ihnen erzählte, dass wir heute Karussell fahren werden - "Beim Karussell fahren muss ich immer weinen."

Beim letzten Dult-Besuch im Mai gab es nämlich während der Fahrt mehrfach heftige Tränenausbrüche - weil er sich das falsche Fahrzeug ausgesucht hatte und lieber in einem anderen sitzen wollte. Der arme Karussellbetreiber war völlig verwirrt und alle Außenstehenden müssen uns für grauenvolle Rabeneltern gehalten haben, die ihre heulenden Kinder gegen ihren Willen in Karussells zwingen. Das Ganze hat sich sage und schreibe drei Fahrten lang wiederholt, bis das unglückliche Kind endlich ein passendes Fahrzeug gefunden hatte und wieder lachen konnte.

Ich schlug ihm also vor, sich dieses Mal doch einfach gleich das richtige Auto auszusuchen und siehe da:

es gab keinen einzigen Tränen- oder Wutausbruch. Ich war sehr begeistert.

 

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Nachdem ich neulich beim Einkaufen heftig mit den beiden schimpfen musste, weil sie mir ständig in verschiedene Richtungen davongelaufen sind - ist übrigens gaaanz prima, wenn es bei Zara im Schlussverkauf stattfindet, während man in der endlosen Schlange an der Kasse steht * -, sagte der eine doch glatt zu mir: "Mama, du bist ein ehrlicher Drache!"

 

* Der Grund, weshalb ich mit beiden Kindern am Samstagnachmittag in der Schlange bei Zara stand, war der folgende: wir waren vorher in meinem Lieblingsrestaurant etwas trinken und ich hatte ihnen erlaubt, in der gigantischen Pfütze in einem leeren Brunnenbecken barfuß herumzulaufen. Leider war der Boden rutschig und beide Minis binnen Minuten komplett nass. So sind wir also nur mit Unterhosen bekleidet bei Zara eingelaufen, um neue, trockene Hosen zu erstehen. Zu meiner Überraschung fanden sogar die immer mittelmäßig gelaunten, meist gestressten Zara-Verkäuferinnen die im Untergeschoss um die Regale rennenden Jungs "niedlich" und haben uns nicht direkt rausgeschmissen. Wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.

 

Beim Springen auf dem Trampolin: "Hast du gesehen, wie wir getrampelt haben?"

 

Abends, nach dem Zubettbringen: "Mama, pass auf mich auf, ja? Ich pass dann auch auf dich auf."

Und jeden Tag, nach dem Aufstehen, hoffnungsvoll: "Ist heute Wochenende?"

 

"Erst Party, dann Urlaub." Woher sie das wohl haben?

 

"Schick ihn einfach ins Bett." Der ultimative Ratschlag des einen Kindes, wenn ich mit dem anderen oder wem auch immer schimpfe. Ins Bett schicken zieht immer. Furchtbare, furchtbare Bestrafung. Dabei machen wir das noch nicht einmal - aber es scheint die allerschlimmste Bedrohung zu sein.

 

Beim Baden im See hüpfte der eine Mini neulich nackt herum, während der andere noch angezogen mit der Schwimmweste am Ufer stand und jammerte "Ich will aaaauuuuuch das mit dem Penis!" - was, wie wir herausfanden, heißen sollte, dass er auch nackt herumspringen wollte.

 

Das Kind sitzt mit einem Filzstift in einer Ecke unseres Schlafzimmers und verkündet "ich schminke mich", woraufhin ich ihm erklärt habe, dass es zum Schminken spezielle Stifte gibt, die sich auch wieder abwaschen lassen und dass Filzstifte keine gute Wahl sind. Er sieht mich an und sagt: " Geh weg - dann kann ich besser rummachen."

Mir scheint, das war das Mini-Äquivalent zu Archimedes' "Störe meine Kreise nicht", oder?

 

Donnerstag, 3. Juli 2014

Mittwoch, 4. Juni 2014

Sommerabende...

… und Leckeres zum Genießen.

 

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Ich hatte mir vor ein paar Tagen - mal wieder - ein neues Kochbuch zugelegt. Ursprünglich hatte ich das Neue von Nigella Lawson, "Genießen auf Italienisch", in der Hand, mich dann aber kurzfristig umentschieden: Burger: Homemade Fast Food. Es sollte einfach mal etwas anderes sein und italienische Kochbücher habe ich zuhauf, ein extra Burger-Buch allerdings noch nicht. Leider bin ich bisher über's Blättern nicht so richtig hinausgekommen und so stand ich beim letzten Großeinkauf zwar voller Lust auf einen Grill-Burger da, aber ohne tolles Rezept.

Aus diesem Grund ist hier also nur die nicht sonderlich originelle Standard-Version zu sehen:

ein Kilo Rinderhackfleisch mit einem halben Bund gehackter, glatter Petersilie, etwa einer viertel bis halben Knolle frischem grünen, gehackten Knoblauch, Meersalzflocken, Pfeffer und vier großen Esslöffeln grobem Senf (ich nehme immer Maille "nach alter Art") verfeinern, dann zwei Eier dazugeben und ordentlich - mit der Küchenmaschine am einfachsten - unterrühren. Daraus große "Patties" formen (bei uns auf Wunsch des Gatten ca. 2 cm Dicke und etwa 10-12 cm Durchmesser) und auf dem Grill bei dieser Größe mindestens 5-7 Minuten von jeder Seite grillen.

Dazu gab es fertige Burgerbrötchen (ebenfalls auf dem Grill aufgebacken), rote Zwiebeln, Avocado, Ochsenherztomaten, Essiggurken, Coppa und Cheddar. Und sehr empfehlenswerte, ganz leicht scharfe Pommes von McCain, die Western Frites.

 

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Zum Dessert gab es Himbeere-Cheesecake mit weißer Schokolade, in abgewandelter Form nach einem Rezept von Kreativfieber.de - die wiederum die Idee von Zucker, Zimt und Liebe hatten.

Nachdem ich etwas kniestig mit der Schokolade und den generell mit diesem Kuchen verbundenen Kalorien war und mich mit fettarmem Frischkäse, Crème Legere und einer Tafel Schokolade weniger versucht habe, war das Ergebnis zwar immer noch grandios lecker, aber auch nach einer Nacht im Kühlschrank nicht wirklich schnittfest. Tja, Abstriche müssen ja irgendwo gemacht werden. :-)

Ergänzt habe ich noch abgeriebene Zitronenschale und Vanille.

 

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Und zu guter Letzt: Sirup. Ich stehe Aperol Spritz und Hugo noch immer mit gemischten Gefühlen gegenüber, nachdem die letzten Sommer doch reichlich damit begleitet wurden. Es hängt mir ein wenig zum Hals heraus, sozusagen. Also bin ich ständig auf der Suche nach Alternativen. Leider finde ich die meisten Sirups unangenehm süß und viel zu künstlich im Geschmack, weshalb ich mich nach dem zehnten Rezept über Rhabarbersirup selbst an den Kochtopf gestellt und ein bisschen 'rumprobiert habe. Das Ergebnis ist wirklich eines Posts würdig:

Rhabarber-Ingwer-Vanille-Rosmarin-Sirup

400 Gramm Rhabarber mit 200 Gramm braunem Rohrzucker (wer es weniger süß mag, dem reichen sicherlich auch 150 Gramm oder weniger) und 300-400 ml Wasser aufkochen, 4 Zweige Rosmarin, ca. 5 cm Ingwerwurzel, ordentliche gemahlene Vanille (Dr. Oetker) und die Schale einer Bio-Zitrone in Streifen hinzufügen und das Ganze mindesten 15-20 Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb passieren (bei mir kam etwas Mus mit durch, aber dadurch erinnert der Cocktail schön an einen Bellini - ansonsten einfach eine Filtertüte oder ein feinmaschigeres Sieb verwenden) und abkühlen lassen.

 

Einen guten Schuss des fertigen, abgekühlten Sirup mit Weißwein und Mineralwasser aufgießen, Eiswürfel dazugeben und mit einem kleinen Rosmarinzweig dekorieren.

 

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Mittwoch, 28. Mai 2014

Nachmittage am See...

 

Ich kann davon einfach nicht genug bekommen.

 

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Das Brett muss schließlich ordnungsgemäß festgemacht werden.

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Neulich sagte ich zum Kind, dass ich den Papa gerne auch mal ein paar Minuten für mich hätte - woraufhin das Kind antwortete: "Och Mama, der kommt sicher nochmal vorbei" und den Gatten an der Hand zum Spielen wegzog. Da fehlten mir doch ein wenig die Worte.

 

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Dienstag, 27. Mai 2014

Superschnelle Aprikosen-Mandel-Tarte...

 

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(Dinkel)Blätterteig aus dem Kühlregal auf dem Backblech ausrollen, mit Butter bestreichen, Aprikosenhälften darauf setzen, Mandeln, Rohrzucker und Vanille darüberstreuen und bei 150-180 Grad Umluft etwa 15-20 Minuten backen. Fertig.

Dazu gibt es eine Creme aus Quark, Frischkäse und Griechischem Joghurt - je nach Geschmack mischen und süßen, mit Minze garnieren.

 

Leeecker!

 

Montag, 26. Mai 2014

Good times...

"Mama, ich bin schon drei." - "Das stimmt nicht ganz, Schatz. Du bist zwei. Wie alt bin ich denn?" "Neun." - "Fast. Soll ich es dir verraten? Ich bin schon vierunddreißig." - "Oh. Das hätte ich gar nicht gedacht."

 

Die Kindergärtnerin fragte "Was gibt es denn bei euch zu Hause immer?" - Kind: "Alkohol und Pommes." - Ich: entsetzter Blick.

 

"Mama, wenn ich groß bin… also, ich bin schon groß, aber wenn ich dann groß bin, dann habe ich keine Windeln mehr und darf am Fernseher rumdrücken."

 

"Schatz, räumst du das bitte auf?" - Kind: "Tatsächlich? Das glaub' ich nicht."


Die momentane Standartantwort auf die Frage "Was möchtest du denn essen?" - "Nachspeise."

So ganz ist ihnen das Wort vermutlich noch kein Begriff, aber meistens scheint sich nach ihrem Verständnis etwas Gutes dahinter zu verbergen, wenn man Eis oder Pudding bekommt.

 

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