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Montag, 18. Mai 2015

Ein bisschen Türkei. Und griechische Inseln.

 

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Wir waren schon wieder unterwegs. Seltsamerweise fühlt sich zurzeit jeder Ausflug, Kurztrip oder Urlaub immer nur wie ein Tropfen auf einem heißen Stein - ich lechze nach mehr und kann es gar nicht abwarten, bis es wieder losgeht.

Dieses Mal stand ein Besuch bei den Schwiegereltern auf ihrem Boot an. Ein ernsthafter Segler bin ich nicht, muss ich hier wohl zugeben. Stundenlange Törns finde ich langweilig und der Komfort eines Hotelzimmers ist mir doch deutlich lieber als die Enge der Kajüte, aber an die nahezu einsamen Buchten und das Schaukeln durch die Wellen, daran könnte ich mich gewöhnen. Mein erstes ernsthaftes (harmloses, für erfahrene Segler) Gewitter auf dem Meer hat mich allerdings in ziemliche Aufregung versetzt, das muss nicht so bald wieder sein.

 

Die Jungs sind ziemlich seefest, kein Wunder, sie waren ja schon im zarten Alter von ein paar Monaten das erste mal an Bord, und auch dieses Mal lief es durchaus annehmbar. Die Überfahrt aus Kusadasi nach Samos haben sie unter Deck, Filme guckend, verbracht, während ich darauf bedacht war, dass mir nicht schlecht wird. Und die Rückfahrt samt Motorschaden und Abschleppmanövern haben sie verpennt. Was habe ich sie beneidet.

 

Das eine Kind allerdings war am Ende ähnlich froh wie ich, wieder von Bord zu kommen. O-Ton: "Das blöde Schiff vom Opa hat mir schon wieder weh getan. Ich will nach Kärnten." (zum anderem Opa, dessen kleines Schiff wohl nicht so blöd und brutal ist. Noch hat die Segelsaison dort aber auch nicht angefangen…). Mir hat das blöde Schiff übrigens auch weh getan. Unverschämt.

 

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Ob man das wohl wirklich wieder instand setzen kann?

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Der Profi am Werk, beim Anlegen.

Dass er auf anderen Fotos die Antenne des Funkgeräts angekaut hat, sollte ich vielleicht besser verschweigen, um den Eindruck nicht zu versauen.

 

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Und hier - meine Lieblings-Ankerbucht, nicht, dass ich so viele andere kennen würde: Posidonio. Es gibt ein Restaurant und eine Taverne, einen winzigen Laden und natürlich Tamaras Bar. Ich liebe es dort, alle sind so herzlich und nett, das Essen ist gut und man kann fantastisch mit den SUP Boards durch die Bucht paddeln. Die wir natürlich beide mitgeschleppt haben (glücklicherweise haben wir die aufblasbare Version. Trotzdem ist es momentan sehr von Vorteil, dass die Kinder zwar fast den regulären Flugticketpreis zahlen müssen, wir aber somit 4 Gepäckstücke mit über 80 Kilo Gewicht frei haben. Ha. Obwohl man sagen muss, dass ihr Kram auch wirklich den meisten Platz benötigt - weder der Gatte noch ich hatten schließlich 14 T-Shirts dabei. Wir sauen uns mit Eis aber auch nicht so ein. Meistens.).

 

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Ein kurzer Tagesausflug mit dem Mietwagen nach Kokkari. Klar, sehr touristisch, aber auch sehr hübsch. Die Farben leuchten, alles ist weiß-blau und bei "Ammos Plaz" haben wir sensationell gut gegessen. Ich würde sogar sagen, dass es mit das beste griechische Essen aller Zeiten war. Alles liebevoll und frisch zubereitet im Familienbetrieb.

 

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Auf dem Rückweg zur Bucht wollten wir mal "neue Wege beschreiten" und haben den wohl abgelegensten Pfad gefunden, der sich mit dem Auto befahren lies. Herzlichen Dank auch, Google Maps, für die gelb gekennzeichnete Straße, die in Wirklichkeit aber kaum mehr als ein Ziegenpfad war. Sollte vielleicht korrigiert werden, falls noch mehr Touristen wie wir auf diese lustige Idee kommen. Bevor sich die Bauern beschweren, denen wir beim Abendessen quasi über die Terrasse gefahren sind.

Aber ein Abenteuer war es. Mein Adrenalinspiegel war durchaus angehoben (die Schlaglöcher waren teilweise mehr als einen halben Meter tief, die Geröllbrocken, die auf der Straße lagen, sahen ziemlich frisch aus und nach jeder Ecke haben wir eigentlich einen Erdrutsch erwartet) und musste nach heiler Ankunft im Hafen mit einem Ouzo gesenkt werden. Der Anblick war es jedoch wert:

 

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Und soll ich euch etwas verraten? Wir planen gerade schon den nächsten Urlaub. Hach.

Oder, um es mit den Worten von Susan Sontag zu sagen: "I haven't been everywhere, but it's on my list."

 

Dienstag, 18. Juni 2013

Segeln...

… aber dieses Mal nicht nur schnöde am See, sondern auf dem offenen Meer! Unser kurzer Segeltrip: wir waren für 5 Tage in der Türkei und Griechenland. Nur ein kleiner Hüpfer vom türkischen Festland nach Samos, in eine kleine, herrliche Bucht, mehr habe ich uns mit den Jungs nicht zugetraut - aber es lief hervorragend. Den größten Teil des Segeltörns haben die Minis wider Erwarten verschlafen, sodass wir eine sehr entspannte Zeit hatten, und das Liegen in der Bucht und die abendlichen Exkursionen zur Taverne haben sie sehr genossen. Lediglich die Moskitos haben ihnen so dermaßen zugesetzt, dass wir auf dem Rückflug am Flughafen mit einigen misstrauischen Blicken bedacht wurden, es hätten durchaus auch Windpocken sein können.






Sehr praktisch: die Schwimmwesten. Wir haben sie den Jungs einfach angelassen, so konnten sie an Land frei herumstromern, während wir gemütlich auf der Terrasse saßen, zudem waren sie ein prima Stoßdämpfer und hatten am Kragen eine Schlaufe, an der man bei Bedarf das Kind schnappen und umdirigieren konnte. Feine Erfindung.
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Eigentlich war das Fläschchen für das Zicklein vorgesehen - aber alles ess- bzw. trinkbare ist auch für das Kind durchaus interessant. Nachdem er letztendlich doch keinen Schluck davon bekam, stand er mit misstrauischer Miene daneben und beobachtete das weitere Geschehen.


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Montag, 6. Mai 2013

Der Urlaub.

Das war er, unser erster richtiger Urlaub mit zwei laufenden Kleinkindern. Obwohl - bis sie zwei sind, darf ich ja noch "Babys" sagen. Was ich gut finde. Ich will nicht, dass sie so schnell erwachsen und "Kinder" genannt werden. Also: meine Babys.
Der Ankunftstag war grauenvoll. Das lässt sich auch nicht beschönigen. Der dreieinhalbstündige Flug nach Zypern verlief halbwegs ordentlich, von den eigentlich sogar fast erwarteten, aber dennoch unplanmäßigen Last-Minute-Windelwechseln abgesehen. Angekommen im Club (den wir uns wegen der Babybetreuung auch unter 2 Jahren und der Empfehlung von Freunden ausgesucht hatten) fing es an zu regnen, wir stellten fest, dass uns die halbtägliche Betreuung noch einmal 300 Euro pro Kind extra kosten würde und dass das leihbare Babyfon über unser Handy laufen würde. Sprich: wenn man hören wollte, ob die Babys wach sind, musste man ans klingelnde Handy gehen. Lustige Idee bei einem Club mit Gästen, die vermutlich in der Mehrheit Handys von ausländischen Netzbetreibern besitzen. Der zyprische Netzbetreiber allerdings dürfte sich freuen, denke ich.
Somit beschlossen wir also, die Jungs erst einmal bei uns zu behalten und uns nur die das allabendliche Dinner zu zweit zu gönnen, indem wir mit ihnen um 18 Uhr zum "Kinderessen" gingen und sie danach mit und trotz teurem Babyfon ins Bett stecken wollten, um in Ruhe zu Abend zu essen. Das Kinderessen war leider grauenvoll deprimierend, es gab Pommes und Pasta mit Tomatensoße in einer dunklen Ecke, während vor der Türe riesige Essensmengen für das Abendbuffet aufgefahren wurden. Dennoch sind wir frohen Mutes mit unseren über und über vollgesauten Tomatensoßen-Kindern wieder aufs Zimmer marschiert und haben sie bettfertig gemacht. Während ich versuchte, sie zum Schlafen zu bringen, fluchte der Gatte fröhlich über das verd*** Babyfon, das nicht nur hübsche Telefonkosten verursachen würde, sondern auch noch - haha - laut wählte. Hintergrund war wohl, dass man so zu den Kindern sprechen und sie eventuell beruhigen konnte. Allerdings ist ein laut hörbares Freizeichen bei unseren Jungs definitiv ein Grund, endgültig und sofort aufzuwachen, um nach dem Telefon zu suchen.
Abgesehen davon hatte ich sowieso nie eine Chance, die beiden tatsächlich ins Bett zu kriegen. Einen solchen Terror hatten sie bisher nie veranstaltet und zu guter Letzt sind wir mit zwei wütenden, schreienden Kindern im Schlafsack restlos entnervt und viel zu spät zum Essen gegangen - um dort überall friedlich im Kinderwagen oder in den Armen ihrer Eltern schlafende Kinder zu sehen und neidvoll zu seufzen, während unsere brüllend ihre Schnuller durch die Gegend warfen. Yay. Erster Urlaubstag.
Um ehrlich zu sein, hat es sich danach aber sehr schnell gebessert. Wir haben jegliche Zweisamkeit verworfen und den Urlaub auf die Minis ausgerichtet und siehe da, es lief. Vormittags am Strand, mittags ein langes Nickerchen für uns alle, danach nochmal Strand oder Kinderpool, am frühen Abend der Sundowner für uns geplagte Eltern auf der Wiese, danach Baden und Dinner. Und jeden Abend zum Abschluss Kinderdisco - so konnten wir wenigstens ein bisschen an der Bar "abhängen". Vom Verlust der Gehirnzellen durch grauenvolle Kinderlieder und - texte berichte ich hier besser nicht. Mitsingen könnte ich allerdings immer noch. Aber wieso, um Gottes Willen, kommt man als Elternteil auch noch auf die Idee, dabei mitzutanzen?! Freiwillig?!

Dennoch: der Urlaub war wirklich schön, wir hatten eine Menge Spaß und haben die Zeit miteinander sehr genossen. Ob der nächste Urlaub wieder ein Cluburlaub wird, ist zwar fraglich, aber ich bereue zumindest nichts. In diesem Sinne hier also die Bilder, die, wie unschwer zu erkennen ist, hauptsächlich aus Bildern von den Minis bestehen. Tja, Cluburlaub eben.

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Mini mit Mission: den Strand erobern.


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Kind und Katze. Vorsichtiges Anlächeln, aber lieber doch nur mit ausreichendem Sicherheitsabstand.
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Kurzes E-Mail-Checken an der Bar.
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Unser kleiner Ausflug nach Nicosia und danach Limassol. Gar nicht so einfach, zwei Kindersitze zu besorgen. Aber eine Mietwagenfirma und ein sehr netter Taxifahrer haben uns ausgeholfen und uns passende Sitze geliehen.

Die Moschee unten, im türkischen Teil Zyperns, war ursprünglich eine Kirche, der einfach zwei Minarette ausgesetzt wurden. Ganz schön gewitzt.
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Nachdem wir den kulturellen Teil abgehakt hatten und die Kinder augenscheinlich auch keine Lust mehr hatten, noch weiterhin halbwegs brav zu sein, gab's Eis als Belohnung. Ich habe hinterher lange die Autositze geputzt.


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Ein letzter Sundowner und ein Abschiedsgruß.
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Es folgte ein interessanter Rückflug mit zwei Minis, die sich trotz Mittagsschlafentzug weigerten, auch nur ein Auge zuzutun, einem augenscheinlichen Kinderhasser in der Reihe vor uns, der uns schon beim Einsteigen angewidert musterte (und ich war dennoch höflich genug, zu verhindern, dass mein Mini ihm permanent den Klapptisch ins Kreuz schmetterte. Obwohl ich es eigentlich liebend gerne selbst getan hätte) und dann noch einem lustigen Abstecher nach Salzburg, dank Gewittern, Warteschleifen und nicht ausreichender Tankfüllung. Währenddessen einer der Jungs einer bekannten deutschen Schauspielerin die vermutlich sehr edlen und teuren Schokoladenpralinen weggefuttert hat, die sie ihm netterweise anbot (aber wahrscheinlich nicht mit seiner Maßlosigkeit diesbezüglich gerechnet hatte… "Mehr! Mehr! Mehr!") und was somit die Zeit im Flugzeug auf über 6 Stunden erhöhte. Aber: wir haben es aller Widrigkeiten zum Trotz überstanden und können uns jetzt somit auch längeren Flugdistanzen widmen, nachdem die Jungs die unfreiwillige Probe bestanden haben.