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Dienstag, 18. April 2017

Der April...

…macht tatsächlich, was er will. Trotz aller Hoffnung meinerseits, dass die Wetterberichte unmöglich richtig liegen können, bin ich heute morgen zu einer dünnen Schneedecke aufgewacht. Schwerer Schock zu früher Uhrzeit. Dazu kam im Laufe des Tages noch fieser Wind und eine nicht funktionierende Heizung im Büro plus Erzieherengpass im Kiga (was mich immer in Aufregung versetzt, weil es durchaus bedeuten kann, dass ich Arbeit und Kinder irgendwie vereinen muss), der Tag war also ziemlich gelaufen.

Die Stimmung bei den Minis war ähnlich, Gezanke den ganzen Tag und Frust über die dicken Winterklamotten. Dr eine ist momentan unfassbar zickig - oder sollte ich sensibel sagen? Mindestens drei Mal am Tag kündigt er Freundschaften, will keinen Bruder mehr haben oder zieht aus. Gerne darf auch ich ausziehen, damit er mit dem Papa in Ruhe leben kann. Wenn ich ihn ignoriere, ist das aber auch dramatisch unfair.

„Du lieeeebst mich überhaupt nicht!“ Schluchz. „Doch, natürlich liebe ich dich, immer. Aber du wolltest dir doch gerade eine neue Mama suchen, oder?“ „Und waruuuum kommst du nicht und tröstest mich?“ „Weil du mich gerade biestig weggeschickt hast.“ „Weil du mich nicht lieeehieebst.“ Wir drehen uns da ein wenig im Kreis. Mehrfach täglich, wie gesagt. Aber der Bruder bekommt es genauso ab: „Eines Tages werde ich keinen Bruder mehr haben.“ Dramatisches Einatmen. „Und dieser Tag ist heute gekommen.“ Mit Grabesstimme. Irgendwie habe ich da Winnetou vor meinem geistigen Auge und warte nur auf das Howgh. 

 

Aber! Trotz allem Gemeckere haben wir doch noch ein ziemlich gutes Los gezogen - in ein paar Tagen hüpfen wir nämlich in den Flieger und düsen der kanarischen Sonne entgegen. Ha. Der April kann mich dann gepflegt mal, weil wir erst im Mai wieder da sein werden. Jawollja.

 

Bis dahin versüße ich mir den Ausblick mit ein paar Bildern unserer Gartenblümchen. Eigentlich wollte ich nur mal sehen, ob mein Makroobjektiv noch funktioniert (weil es die Männer des Hauses mit dem Fußball vom Regal geschossen hatten. Grmpf.), habe dann aber akribisch jede einzelne Blüte im Garten fotografiert. Wieso habe ich das Objektiv nur so lange nicht benutzt?!

P.S.: die Fotos sind komplett unbearbeitet, keine Farbanpassungen oder Filter. Sind die Blüten nicht wunderwunderschön?

 

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Sonntag, 15. Januar 2017

Uäh. Sonntage. Aber wenigstens mit selbstgebackenem Brot.


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Wie es scheint, bin ich wieder in meiner üblichen Winterstimmung angekommen: es kann gar nicht düster genug sein. Und solche Sonntage wie diesen kann ich schon gar nicht leiden, wenn ständig der Himmel aufreisst und die Sonne herunterstrahlt. Was soll das denn? Wo ist mein Schneesturm? Und warum, WARUM?, ist schon wieder Sonntag?
Am Montag wird es bei uns ereignisreich, die Minis machen vom Kindergarten aus ihren ersten richtigen Skikurs und kommen mir damit sooo erwachsen vor. Ein Bus wird sie abholen und ins Skigebiet bringen, alles ohne Eltern, nur die Jungs und ihre Freunde. Nicht, dass ich zu den vielzitierten Helikoptereltern gehören würde, ganz und gar nicht, aber irgendwie ist das für mich doch ein großer Schritt. Meine Babys, alleine auf der Piste. Wahnsinn. Ich bin sehr gespannt, wie es wird, was sie berichten.
Apropos berichten: die Kindergärtnerin des einen erzählte mir am Freitag, dass sie in der Vorschulgruppe mit Mathematik angefangen hätten und sich das Kind sehr beschwert hätte, dass alles so anstrengend wäre. Immer täte ihm von der ganzen Arbeiterei das Genick weh und überhaupt müsste er schon jeden Abend zuhause Arbeitsblätter ausfüllen und lernen.
Vor Verblüffung haben mir beinahe die Worte gefehlt. Die kleine Zwetschge ist ein solcher Geschichtenerfinder und Lügenbold, kaum zu fassen. Im Leben haben wir noch keine Arbeitsblätter oder Übungen zuhause gemacht und zum Lernen genötigt haben wir ihn schon gleich gar nicht. Ich muss sagen, in dieser Hinsicht ist er seinem Bruder völlig unähnlich. Der ist geradeheraus, platzt immer mit der Wahrheit raus und kann auch in für ihn unangenehmen Situationen nicht anders, als ehrlich zu sein. Während der andere Mini immer einfallsreicher im Geschichtenerfinden wird. Wo soll das hinführen?
Ich tröste mich gerade damit, dass er meinen prüfenden Blicken immerhin noch nicht standhält, irgendwann einknickt und verschämt hinter vorgehaltener Hand dann doch mit der Wahrheit rausrückt. Oder wahlweise peinlich berührt von Dannen marschiert, nachdem er sich doof gestellt hat („Was? Was? Ich versteh dich nicht, was meinst du?“)…
Ist ein bestimmt ein Zeichen von Intelligenz, nicht wahr? Ich meine, man muss schon genügend Verstand und Fantasie besitzen, um sich die Geschichten auszudenken. Und dann noch Schauspieltalent, um sie glaubwürdig rüberzubringen.

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Jetzt verrate ich euch noch das Rezept für das Dinkelbrot, das ich bei Hase im Glück gefunden habe. Ich liebe es, weil es so simpel ist und bisher auch immer etwas geworden ist. Meine Variante habe ich dieses Mal etwas abgewandelt und statt der Roten Bete Kürbispüree genommen, statt Walnüssen Sesam. So lecker. Wobei ich sagen muss, dass ich das Original mit der Roten Bete immer noch unschlagbar finde, ich mag diesen erdigen Geschmack einfach sehr. Probiert es mal mit etwas Trüffelbutter. Oder für’s Käsefondue. Ein Traum.

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Und jetzt kuschle ich mich zu den Kindern auf’s Sofa und schmökere im Buch von Goop, „Clean Beauty“. Man mag von Gwyneth Paltrow halten, was man will, aber das Buch ist wirklich schön aufgemacht. Und nach dem ersten Durchblättern auch ganz interessant. Es dreht sich um Wohlbefinden und Schönheit ganz allgemein, man findet Rezepte, Gymastikübungen, Beautytipps und vieles mehr.
Ich liebe Wellness für zuhause und da passt das Buch wunderbar dazu, inspiriert und unterhält. Klare Kaufempfehlung, wenn man sich ein bisschen mit seinem Körper beschäftigen und sich selbst etwas was Gutes tun will.

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 Ja, das Wohnzimmer ist momentan sehr rosa-lastig. Ich habe im letzten Jahr zum Winteranfang ein Wochenende ohne die Männer genutzt und zarte Rosa-Akzente eingeführt, irgendwo muss ich ja meinen Stand hier klarmachen. Wurde sogar klaglos akzeptiert. Wobei es in der Realität auch nicht so geballt daherkommt, wie gerade auf den Fotos.
P.S. noch ein kleiner Kauftipp - bei Butlers gibt es tolle Plastik-Tulpen, die verblüffend echt aussehen. Wirklich (ich mag Kunstblumen sonst gar nicht, die sehen meistens schlimm aus, aber diese sind toll). Sowohl als einzelne Blüten mit Stiel als auch im Topf. Sieht super aus und erspart das ständige Nachgekaufe, wenn die echten wieder verwelkt sind.

Habt noch einen schönen Sonntagabend!

Freitag, 4. Dezember 2015

Interessant.

Blog-technisch gesehen, war 2015 wohl mein schwächstes Jahr bisher. Sehr interessant. Woran lag das? Was kann einen noch mehr vom Fotografieren und Schreiben abhalten als zu Heiraten, Kinder zu bekommen, Nächte nicht zu schlafen, umzuziehen… ? Ich weiß es nicht. Es sind weniger als die Hälfte der Posts vom Vorjahr. Gerade mal etwa einer pro Monat.

Aber ich freue mich, dass ihr noch da seid. Sehr sogar.

Ich muss ja gestehen, dass ich das Schreiben nicht nur für mich mache. Beziehungsweise - wenn es nur für mich wäre, hätte vermutlich schon vor langer Zeit die Faulheit gesiegt und ich hätte es aufgegeben. Oder, wie ich mir gerne einrede, es aufgeschoben. 

So aber denke ich gerne, dass es da draußen vielleicht noch andere Menschen wie mich gibt, die ebenso gerne über andere Leben, andere Werdegänge, andere Schicksale lesen, wie ich. Ich finde es spannend, anregend, oft rührend, von Fremden zu lesen. Wie sie ihren Alltag meistern, was sie bewerkstelligen, bewirken. Ich bin keine von denen, die die fehlende Realität in der virtuellen Welt anprangern, im Gegenteil. Ich verliere mich auch gerne in hübschen Bildern und oberflächlichen Einblicken. Ich weiß, dass das Leben anders aussieht und gerade deshalb mag ich Auszeiten davon. Es inspiriert und motiviert mich. Und ich weiß auch, dass ich trotz aller Versuche immer und immer wieder an der erstrebten Perfektion scheitern werde - aber das macht nichts. Den Versuch war es wert. Und für einen kurzen Augenblick war sie greifbar.

Ich schreibe nicht gerne über den drögen Alltag, ich klammere sehr bewusst Sorgen und Probleme aus. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen, wie man so schön sagt, da muss ich meines nicht hier auch noch darstellen. 

 

Ihr versteht das, nicht wahr?

 

Also widmen wir uns jetzt wieder den erfreulicheren Dingen.

Wie zum Beispiel traumhaften Sonnenuntergängen. Nach meinem letzten Post im Oktober hätte ich wirklich nicht damit gerechnet, dass wir noch einen solchen Herbst bekommen. Das war der vermutlich schönste November, den ich bisher erlebt habe. Und zum Abschluss gab es dann sogar noch Schnee. Juhu!

 

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Mir blutet bei diesen Bildern ein bisschen mein Herz - meine Kinder haben nämlich leider ein ziemlich zerstörerisches Wesen, weshalb ich in der letzten Zeit einige Verluste an der Kameralinsen und -objektivfront zu beklagen hatte. Von zerbrochenen Schüsseln oder Tassen gar nicht zu sprechen.

Jüngstes Opfer: meine geliebte Handykamera, die für mich unterwegs zur echten DSLR-Alternative geworden war. 

Ich konnte mir lange nicht erklären, was genau mit der Linse passiert war, sie war in alle Einzelteile zersplittert, aber das Handy lag unberührt auf dem Schreibtisch. Die Kinder hatten natürlich keine Ahnung, was da los gewesen sein könnte.

Nachdem mir der Mann aus dem Laden, in den ich das Handy zur Reparatur brachte, versicherte, dass Linsen nicht einfach implodieren und dass er davon ausgehen würde, dass doch ein Kind involviert war, fragte ich also Zuhause noch einmal nach. Und siehe da, das eine Kind berichtete zögerlich, dass es ganz möglicherweise beobachtet haben könnte, wie JEMAND eventuell auf das Handy getreten sein könnte. Vielleicht er selbst, vielleicht aber auch der Papa. Oder der Bruder. Jedenfalls könne er sich dunkel daran erinnern, dass etwas passiert ist. Oben, in unserem Zimmer. 

So so. Zugegeben hat er es nicht wirklich, aber sich angeboten, baldmöglichst einen Job zu suchen und dann zwei neue Handys zu kaufen, eines für mich und eines mit Minion-Hülle für sich.

Ich bin schwer für die Abschaffung der Familienhaftpflicht und sehr dafür, dass Eltern und ihre eigenen Kinder als getrennte Parteien versichert werden. Hmpf. Aber hey, wer sagte noch gleich: "wenn es dich eiiinmal anlächelt… " 

 

Noch eine Anekdote:

das andere Kind rief neulich auf einem Spaziergang ganz aufgeregt "Mama, Mama, schau mal, ein Männlein!" Ich konnte allerdings nichts sehen außer einem Rosenstrauch und Hagebutten - da zeigte er energisch auf die Frucht und sagte "Da, schau doch, ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm, es hat aus lauter Purpur ein Männlein um…"

Ich musste ihn niederknutschen, weil das so süß war.

 

Dasselbe Kind legte mir ein paar Tage vorher allerdings nahe, dass ich mir das mit dem Kinderkriegen wohl doch besser hätte überlegen sollen:

ich ließ sie vorm dem Schlafengehen noch in der Badewanne platschen, aber es gab große Unzufriedenheit, weil zu wenig Schaum in der Wanne war. Nach etlichen Diskussionen über zu wenig oder zuviel Schaum bei den letzten Bädern hatte ich die Nase voll und sagte, dass sie auch einfach sofort ins Bett gehen könnten, wenn sie nicht Ruhe geben würden. "Bäh Mama, wer will denn schon ins Bett?!" 

Ich antwortete "Na ich, ich bin todmüde." - "Dann geh doch!" - "Ich muss euch aber blöderweise zuerst ins Bett bringen, das macht ja sonst keiner."

Kurze nachdenkliche Pause, dann sagte das Kind: "Mama, vielleicht solltest du besser keine Kinder bekommen."

Mir fiel die Kinnlade bis auf den Boden. Bitte??? Vom eigenen Kind? Mit gerade mal vier Jahren?

Dann allerdings musste ich die logische Schlussfolgerung doch anerkennen - klar, wenn man selbst als erster ins Bett gehen möchte, sollte man wohl wirklich keine Kinder bekommen. Nüchtern betrachtet. Hihi.

Samstag, 6. Juni 2015

Hach Sommer.

Es ist so herrlich. Das ganze Leben spielt sich wieder draußen ab, man braucht auch abends keinen Pullover, kann den ganzen Tag barfuß laufen, in den See hüpfen, Eis essen, picknicken, grillen, sich Wasserschlachten liefern und Erdbeeren pflücken. Schöner kann das Leben kaum sein, oder?

 

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Wir nutzen das lange Wochenende wirklich aus. Nachmittage im Park, Abende im Biergarten, Paddeln am See und Spaziergänge auf'm Berg, wenn es im Tal zu heiß ist.

 

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Und hier noch ein paar Weisheiten der letzten Tage:

 

Kind fragt: "Wie ist mein Name auf Englisch?" Ich sage es ihm, er fragt seinen Bruder "Und wie heißt du auf Englisch?" - Bruder antwortet: "Blackout."

Auch nicht schlecht, oder? Wir hätten ihn bei der Namensgebung miteinbeziehen sollen.

 

Die Großeltern zeigen ihnen Kühe auf der Wiese, Oma fragt, ob sie denn wissen, woher die Milch kommt, Kind antwortet "Aus dem Ding mit den vielen Penissen unten dran."

Ich finde, das ist eine relativ akkurate Beschreibung eines Euters. 

 

Der eine kommt laaange nach dem Zubettgehen noch einmal mit den Worten "Ich such' nur was…" ins Wohnzimmer geschlendert. Auf unsere doch etwas nachdrücklichere Aufforderung, er möge doch bitte sofort wieder ins Bett verschwinden, werden wir quasi enterbt ("Niiiieee wieder bekommt ihr was von mir") und er stapft wütend ins Zimmer zurück, wo er dem anderen Kind berichtet "Mama und Papa waren voll gemein zu mir…" woraufhin der mitfühlende Bruder antwortet: "Eeeecht? Du Armer."

 

Der Gatte tritt dem Kind versehentlich beim Stadtbummel von hinten in die Hacken, das Kind dreht sich entrüstet um und sagt vorwurfsvoll "Du Vollpfosten."

Und nein, es war tatsächlich kein Verhörer, er erklärte uns auf Nachfrage, dass das Wort "sowas wie 'Du doofer Blödmann'" bedeute und er es aus dem Kindergarten von den großen Jungs hätte. Yay.

 

 

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Wir waren auf dem Rockavaria und durften Kiss sehen...

 

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 … ich habe mit den Kindern eine Flughafentour gemacht - sehr interessant, vor allem die Jungs waren beeindruckt, weil so viele "Millionen" vorkamen. Millionen Passagiere, Millionen Euro, Millionen Liter Treibstoff… Und im Anschluss gab es noch einen ganz netten Spielplatz, der gerade anscheinend erweitert wird und dann richtig toll aussieht.

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Und wir haben lange Abende im Biergarten (wir lieben den Biergarten an der Alten Messe, zusammen mit dem Bavaria Park und der Kongressbar, wo man wunderbare Cocktails trinken und den Kindern beim Über'n-Platz-radeln zusehen kann) und in Restaurants verbracht, auf dem Heimweg gab es noch einen kurzen Abstecher zum Kulturstrand (wirklich sehr, sehr schön - und vor allem kindertauglich, es gibt Smarties-Eis und man kann durch den Brunnen waten, der dankenswerterweise anscheinend nicht tiefer als hochgekrempelte-Shorts-bei-Dreijährigen-Tiefe wird!) und durch die Fußgängerzone - um noch eine kleine Tanzeinlage bei Konnexion Balkon darzubieten. Und dem Sänger danach die komplette "Planes"-Geschichte zu erzählen. Um halb 11 nachts. Und dann noch eine CD geschenkt bekommen und freudig nachfragen "Ist da Planes drauf?". Aber beim Reinhören war er dann doch wieder versöhnt, obwohl kein "Planes" drauf war. Tolle Band, tolle Musik.

 

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Dienstag, 9. September 2014

Endgültig Herbst.

In den letzten Wochen war einfach zu viel los. Der Kindergarten hatte geschlossen, die Minis waren auf Reisen - ohne mich, die ich arbeiten musste, ich durfte Trauzeugin sein und diverse Geburtstage standen und stehen an. Und unmerklich ist der miese Sommer in einen zumindest bisher ganz angenehmen Herbst übergegangen. Ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickeln wird.

 

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Die letzten Sommerstunden...

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Mini-Piloten mit Wahnsinnsaussicht… "Ich bin der Pilot und du bist die Flugbegleiterung" - ich werde ihn hier nie korrigieren, weil "Flugbegleiterung" eines der besten Wörter ist. Wie auch "Stocker" statt "Jogger".

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Großer Genießer.

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Mein Rennfahrer. Die coole Socke. Wie er da am Lenker hängt, ist übrigens nicht aus mangelnder Größe entstanden, sondern weil er bei - in meinen Augen - mindestens 15 km/h Faxen machen musste. War wohl zu langsam. Das Kind ist um die Kurven geprescht, dass mir fast das Herz in die Hose gerutscht ist. Aber ich muss zugeben, dass er es wirklich grandios gemacht und so manchen Größeren ausgestochen hat. Mit noch nicht einmal 3 Jahren. Ich bin wie ein stolzer Gockel (in meinem Fall würde Henne zwar besser passen, aber die stolzieren nicht so schön) von dannen marschiert.

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Schwammerlsuche mit Erfolg.

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Und ein Salamander.

Leider waren die Kinder vom Waldspaziergang mäßig begeistert. "Laaaangweilig" - "Will im Auto Mittagsschlaf machen" (Höh? Wie bitte?) - "Mag ins Lokal, Kaiserschmarren essen" - "Huuunger" und so weiter...

Und als es abends Pilzrisotto gab, war das eine Kind doch ziemlich nachdenklich, "Maaaama? Mag keine Fliegenpilze essen."

 

Bei "laaaangweilig" bin ich mir allerdings nicht sicher, ob sie sich der wahren Bedeutung bewusst sind, nachdem der eine neulich kopfüber von meinen Schultern baumelnd plötzlich panisch "Langweilig!!! Langweilig! Langweiiiiiliggg!!" rief. Möglicherweise lautet ihre Übersetzung dafür {blöde Situation, hol' mich da sofort raus} - und passt überraschend oft zu unserer Definition von langweilig.

 

P.S. Ich habe morgen Geburtstag und als ich den Minis heute davon erzählte, fragte mich der eine "Mama, bin ich dann auch eingeladen? Freust du dich, wenn ich komme?" - "Na klar, Hase, ich freue mich wahnsinnig, wenn du auch kommst. Singst du mir dann vor?" - "Ja, das Guuuute zum Geeebuuurtstag *sing* und wenn du dann nicht mehr Geburtstag hast, dann lese ich dir vor."

Ist das nicht herzallerliebst?

Mittwoch, 16. Juli 2014

Auf der Dult. Und ein paar Sprüche der Minis.

 

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Anlässlich des Besuchs auf der winzigen Dult (für die Nicht-Bayern: das ist eine Art Haushaltswarenmarkt in Kombination mit Fahrgeschäften) bei uns um die Ecke, als ich ihnen erzählte, dass wir heute Karussell fahren werden - "Beim Karussell fahren muss ich immer weinen."

Beim letzten Dult-Besuch im Mai gab es nämlich während der Fahrt mehrfach heftige Tränenausbrüche - weil er sich das falsche Fahrzeug ausgesucht hatte und lieber in einem anderen sitzen wollte. Der arme Karussellbetreiber war völlig verwirrt und alle Außenstehenden müssen uns für grauenvolle Rabeneltern gehalten haben, die ihre heulenden Kinder gegen ihren Willen in Karussells zwingen. Das Ganze hat sich sage und schreibe drei Fahrten lang wiederholt, bis das unglückliche Kind endlich ein passendes Fahrzeug gefunden hatte und wieder lachen konnte.

Ich schlug ihm also vor, sich dieses Mal doch einfach gleich das richtige Auto auszusuchen und siehe da:

es gab keinen einzigen Tränen- oder Wutausbruch. Ich war sehr begeistert.

 

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Nachdem ich neulich beim Einkaufen heftig mit den beiden schimpfen musste, weil sie mir ständig in verschiedene Richtungen davongelaufen sind - ist übrigens gaaanz prima, wenn es bei Zara im Schlussverkauf stattfindet, während man in der endlosen Schlange an der Kasse steht * -, sagte der eine doch glatt zu mir: "Mama, du bist ein ehrlicher Drache!"

 

* Der Grund, weshalb ich mit beiden Kindern am Samstagnachmittag in der Schlange bei Zara stand, war der folgende: wir waren vorher in meinem Lieblingsrestaurant etwas trinken und ich hatte ihnen erlaubt, in der gigantischen Pfütze in einem leeren Brunnenbecken barfuß herumzulaufen. Leider war der Boden rutschig und beide Minis binnen Minuten komplett nass. So sind wir also nur mit Unterhosen bekleidet bei Zara eingelaufen, um neue, trockene Hosen zu erstehen. Zu meiner Überraschung fanden sogar die immer mittelmäßig gelaunten, meist gestressten Zara-Verkäuferinnen die im Untergeschoss um die Regale rennenden Jungs "niedlich" und haben uns nicht direkt rausgeschmissen. Wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.

 

Beim Springen auf dem Trampolin: "Hast du gesehen, wie wir getrampelt haben?"

 

Abends, nach dem Zubettbringen: "Mama, pass auf mich auf, ja? Ich pass dann auch auf dich auf."

Und jeden Tag, nach dem Aufstehen, hoffnungsvoll: "Ist heute Wochenende?"

 

"Erst Party, dann Urlaub." Woher sie das wohl haben?

 

"Schick ihn einfach ins Bett." Der ultimative Ratschlag des einen Kindes, wenn ich mit dem anderen oder wem auch immer schimpfe. Ins Bett schicken zieht immer. Furchtbare, furchtbare Bestrafung. Dabei machen wir das noch nicht einmal - aber es scheint die allerschlimmste Bedrohung zu sein.

 

Beim Baden im See hüpfte der eine Mini neulich nackt herum, während der andere noch angezogen mit der Schwimmweste am Ufer stand und jammerte "Ich will aaaauuuuuch das mit dem Penis!" - was, wie wir herausfanden, heißen sollte, dass er auch nackt herumspringen wollte.

 

Das Kind sitzt mit einem Filzstift in einer Ecke unseres Schlafzimmers und verkündet "ich schminke mich", woraufhin ich ihm erklärt habe, dass es zum Schminken spezielle Stifte gibt, die sich auch wieder abwaschen lassen und dass Filzstifte keine gute Wahl sind. Er sieht mich an und sagt: " Geh weg - dann kann ich besser rummachen."

Mir scheint, das war das Mini-Äquivalent zu Archimedes' "Störe meine Kreise nicht", oder?