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Mittwoch, 7. Januar 2015

Südafrika. Part I: Kapstadt.

Wahnsinn. Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn.

Mir fehlen ein wenig die Worte, um diesen Urlaub zu umschreiben, deshalb versuche ich, es wenigstens in einen vernünftigen Satz zu fassen: das waren die vermutlich schönsten Urlaubstage in meinem bisherigen Leben.

Ich kann nicht einmal exakt sagen, weshalb, vielleicht liegt es daran, dass ich noch nie aus dem Winter in die Sonne geflogen bin (ihr wisst schon, meine ab Oktober eintretende Weihnachtsstimmung lies derartige Kapriolen bisher nicht zu…) oder dass der Urlaub zu einem Zeitpunkt kam, an dem ich einfach mit unserem Alltag nicht mehr konnte und wollte. Oder dass das Land so unglaublich entspannend wirkt, die Landschaft so herrlich und die Menschen so nett sind. Es kann alles davon gewesen sein, ich möchte mein Gefühl hier auch gar nicht zerpflücken. Belassen wir es einfach dabei: es war wunderschön, traumhaft, faszinierend.

 

Und das obwohl wir nur wenige Tage dort waren, selbst fünf Wochen wären noch zu kurz gewesen, wie ich finde.

Für unseren ersten Langstreckenflug mit Kindern war die Anreise denkbar perfekt - der Hin- wie auch der Rückflug gingen jeweils durch die Nacht, die Zeitverschiebung vor Ort betrug gerade mal eine Stunde (aufgrund unserer deutschen Winterzeit). Wir hatten das Glück Businessclass fliegen zu können und gingen daher relativ entspannt an den Abflug. Ich hatte die große Hoffnung, dass die verstellbaren Sitze und der eigene Monitor die Jungs eine (lange) Weile beschäftigen würden - und lag damit sehr richtig. Während das eine Kind - mein Nebensitzer, juhu - innerhalb von 10 Minuten nach dem Start (mitten in einer Schimpftirade, weil ich ihm nicht just in dem Moment etwas zu Essen liefern konnte) quasi aus dem Stand heraus einschlief, musste der Gatte mit dem anderen Kind bis sage und schreibe halb zwei Uhr nachts wachbleiben und Mickey Maus Cartoons ansehen, ehe sich der Mini erbarmte, die Fernbedienung weglegt und innerhalb von Sekunden ebenfalls in Tiefschlaf fiel.

Erwacht sind wir dann alle frisch und fröhlich am nächsten Morgen pünktlich zum Bordfrühstück. Wie man sich denken kann, war das der beste Flug aller Zeiten.

 

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Es gab sogar ein extra "Carepaket" mit eigenen Schlafbrillen für die Minis, dazu, alles in Kinderformat, Zahnbürste, Pasta, Oropax, Labello, ein Kuscheltier und Spiele.

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Hallo Kapstadt, wir kommen!

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Nach dem Einchecken ins, grandios an der Waterfront gelegene, Victoria & Alfred Hotel und einem kurzen Mittagsschlaf haben wir uns direkt auf den Weg zum Tafelberg gemacht, ein wirklicher Glücksfall, denn in den darauffolgenden Tagen fuhr die Gondel wegen des starken Windes und der Wolkendecke nicht mehr. Was, wenn man die waghalsig gespannten Seile sieht, wirklich verständlich ist.

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Der Gondelboden rotiert beim Rauffahren ganz langsam, so dass man den Ausblick in jede Richtung genießen kann.

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Inzwischen muss ich mit den Minis um die Kamera schon fast kämpfen, unsere Urlaubsfotoausbeute lag bei über 1000 Fotos - davon diverse hochinteressante Fotos von Bodenmustern und Kniescheiben fremder Leute.

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Der Lion's Head. Wer schwindelfrei ist, kann wohl auch da hochklettern, aber mit den Kinder war das keine Option.

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Wir klettern lieber über die großen Boulder.

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Er musste anscheinend Kraft sammeln, indem er sich auf den Boden legte und seinen Bauch an den warmen Steinen wärmte. Zumindest waren das seine Worte.

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Die "Tischdecke" genannte Wolke, die sich langsam aufbaut.

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Sehr beeindruckend, wie weich die Wolke direkt über den Berg "fließt".

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Der Ausblick aus unseren Hotelfenster bei Nacht.

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Am nächsten Tag stand ein Ausflug Richtung Kap Horn an, auf dem Weg lag der Boulder's Beach mit seinen Pinguinen. Ich war ein klein wenig enttäuscht, denn leider (auch meine Fotos täuschen hier) ist das kein Strand, an dem man sich frei unter den Pinguinen bewegen kann, sondern ein Reservat, in dem man lediglich mit hunderten anderer Touristen von umzäunten Holzstegen die Pinguine fotografieren kann. Für die Kinder war es aber sehr nett.

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Am Kap.

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Das Licht ist gigantisch, aber leider ist der Dunst wirklich schwierig mit der Kamera einzufangen. Es wirkt alles wie weichgezeichnet.

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Ein wilder Strauß.

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Einer der wunderschönen endlosen Strände, die man hier so häufig findet.

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Kurzer Abstecher zum Strand von Muizenberg, der für die bunten Hütten bekannt ist. Hier war übrigens die einzige Stelle, an der das Meer sehr angenehm warm war. Als wir am selben Nachmittag in Camp's Bay in die Wellen hüpften, heulte das Kind vor Entsetzen auf, weil das Wasser so kalt war.

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Ich habe bisher noch nie so viele und große Muscheln an Stränden entdeckt, wie in Südafrika.

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Sonnenuntergang in Camp's Bay. Durch Zufall haben wir dort eine fantastische Pizzeria entdeckt, die zu einer ganzen Kette namens Col' Cacchio gehört. Es gab tolle Pizza-Kombinationen und überaus kinderfreundliches Ambiente mit Packpapiertischdecken und einem großen Becher mit Stiften. Generell war das Essen in Südafrika umwerfend gut, wir haben durch die Bank nur denkwürdige Gerichte aufgetischt bekommen, nichts davon durchschnittlich. Vor allem, was Fleisch angeht, bin ich für alle Zeiten "versaut". Solche Rinderfilets wie in Kapstadt habe ich bisher nirgends genießen dürfen.

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Sehr befremdlich, bei fast 30 Grad den geschmückten Christbaum zu sehen und "Silent Night" von Straßenbands zu hören. Aber nach einigen Tagen fand ich es toll. :-)

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Oben die Waterfront mit dem Riesenrad im Hintergrund, unten der V&A Food Market (Market on the Wharf), ich konnte gar nicht genug bekommen von den Leckereien dort, Smoothies, Eis, Fladen und Cupcakes, dazu getrocknete Beeren, Nussmus und Eingelegtes, wie zum Beispiel Mandarinen mit Kardamom oder Tomaten mit Ingwer. Und die Canvastasche musste natürlich auch mit.

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Die Kinder waren natürlich auch glücklich. Der hübsche Tourilook mit Flipflops entstand übrigens aus der Not heraus - sein Bruder ist beim Spielen in einem Brunnen mit dem Fuß durch ein rostiges Bodengitter gebrochen - es stecke sogar ein bisschen in seinem Fuß fest. Horror. Ich saß am Brunnenrand mit meinem weinenden Kind und wollte eigentlich zum Hotel zurück, um die Wunde zu desinfizieren, als sofort Sicherheitspersonal aus der angrenzenden Mall zu uns kam, den Brunnen für die spielenden Kinder absperrte und einen Sanitäter rief, der uns mit in eine Art Notfallpraxis nahm. Dort kümmerten sich die Sanitäter rührend um den verletzten Mini, untersuchten und verbanden die Wunde und schicken uns dann an den Strand, da es "nichts Besseres gäbe, als das Meer", um die Heilung zu beschleunigen. Alles kostenlos (da haben wir im Ausland schon ganz andere, sehr teure Erfahrungen machen müssen) und sehr herzlich. Ich bin immer noch beeindruckt, wie schnell und effektiv dort gehandelt wurde. Noch ein Pluspunkt auf meiner fast endlosen Pluspunktliste.

Ach ja, zurück zu den Flipflops: der Bruder konnte natürlich mit dem Pflaster am Rist nicht mehr in seine Senker schlüpfen, also mussten offene Schuhe her. Und für den unglücklichen, weil unbeschädigten Mini als Trostpflaster gleich. Sie lieben neue Schuhe. Von wem sie das wohl haben?!

 

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Der nächste Stopp nach den herrlichen Tagen in Kapstadt und Umgebung war Hermanus, mit dem Mietwagen in unter zwei Stunden sehr angenehm zu erreichen. Bis hin zur Graden Route haben wir es dieses Mal leider nicht geschafft, weil wir den Minis keine zu langen Fahrten zumuten wollten, und natürlich selbst auch mehrere Tage in Kapstadt zum Kennenlernen verbringen wollten.

Davon berichte ich dann im nächsten Post - sonst dauert es hier vermutlich bis in den Spätsommer, ehe ich einen kompletten Urlaubspost veröffentlichen kann.

 

Freitag, 12. Dezember 2014

Bis zum nächsten Jahr!

Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, wo die Zeit geblieben ist. Eigentlich wollte ich noch so viel erledigen, Fotos knipsen, basteln und Plätzchen backen, aber… plötzlich ist Mitte Dezember. Was an sich ja eigentlich zeitlich noch geht, es sind noch fast zwei Wochen bis Weihnachten - allerdings fliegen wir heute noch nach Kapstadt. Mit den Minis. Unser erster Langstreckenflug, ich bin hin und her gerissen zwischen Freude und Panik. Das Schöne ist: sowohl der Hin- als auch der Rückflug gehen durch die Nacht und wir haben außer einer Stunde keine Zeitverschiebung.

Jetzt sitze ich auf gepackten Koffern und hoffe, dass wir gleich mit mustergültigen Kindern in die Nacht starten können. Drückt mir die Daumen!

 

Ich wünsche Euch herrliche Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

 

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Mini-Anekdote: das Kind schlich sich vorsichtig ins Zimmer und berichtete dann stolz, wie gut er sich "reinge-leise-t" hat. Und statt zu kehren hat er "gebest". Ich finde ihre Wortkreationen unglaublich faszinierend, weil sie so logische Schöpfungen sind. Wir sollten wirklich mal an der deutschen Sprache arbeiten, es könnte so viel einfacher sein.

 

Ach ja, bei uns wird der Baum übrigens auch nicht geschmückt, sondern die Kugeln werden am Christbaum versteckt. Da hat wohl jemand etwas missverstanden. :-)

Montag, 17. November 2014

Und schon fast ist wieder ein Jahr um...

Mitte November. Ehrlich?

 

Die letzten Wochen war es hier ja ziemlich ruhig. Das lag zunächst daran, dass nichts Aufregendes passiert ist. Dann lag es daran, dass ich keine schönen Fotos hatte. Und danach waren alle Ereignisse schon so lange her, dass ich keine Lust mehr hatte, darüber zu berichten. Und nun - und das ist der entscheidendste und gravierendste Grund - sind die Kinder in ihre bisher allerschlimmste Phase eingetreten. Meine Güte, hieß es nicht gerade "Terrible Twos"? Ich dachte naiv, danach wäre es vorbei und würde aufwärts gehen. Warum hat mich niemand eindringlich vor den frühen Dreiern gewarnt?!

Dagegen waren alle bisherigen Anfälle nur das gemütliche Warmmachen. Die beiden Minis flippen momentan wegen Kleinigkeiten völlig aus, "Waaaas?? Du gehst ohne uns ins Kino??" *kreisch* *tob* Sämtliche Bestechungsversuche verpuffen ohne Reaktion, selbst das angebotene Popcorn-Mitbringsel bei bravem Verhalten, wird nicht in Erwägung gezogen. Als ich aber nach dem Kino wieder zur Tür hereinkomme, fallen mir gut gelaunte Herzchen um den Hals, um danach gleich meine Handtasche zu durchsuchen. "Waaaas?? Du hast uns kein Popcorn mitgebracht??" *kreisch* *tob* Zurück auf Anfang. Ächz.

 

Das Kind kommt nachts zu ins Bett gekrochen und - bekommt einen Wutanfall. Um 3 Uhr morgens. In unserem Bett. Grundlos.

Sehr schöne Sache.

 

Und sie spielen. Oh, wie sie spielen. Nie ruhige Sachen, nein, immer Tiger und Feuerwehr und Höhleneinsturz. Sie beißen sich und fahren sich gegenseitig mit ihren Laufrädern an und schmeißen sich vom Sofa. Alles im Spiel natürlich. Was aber nichts daran ändert, dass alle zwei Minuten einer heulen muss und sich dann revanchiert. Ach ja.

Geht das denn jetzt so weiter, bis sie erwachsen sind?

Dann möchte ich bitte eine Großpackung Baldrian.

 

Aber um zu den interessanteren Dingen zu kommen: wir waren in Salzburg.

 

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Der Tierparkbesuch war natürlich Pflicht, Salzburg hat definitiv den schönsten Zoo, den ich kenne.

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Eingehendes Studium der Schilder.

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Nach dem wirklich ausgezeichneten Essen im "Fidelen Affen" (die Dessertplatte ist ein Traum! Und der Service unglaublich nett, der Chef hat uns trotz zu später Reservierung und wartenden Gästen noch eine Viertelstunde mehr Zeit verschafft, damit wir die Nachspeise genießen konnten) war ein kleiner Spaziergang durch die Altstadt nötig. Wir hatten unser Hotel dieses Mal auf der "anderen Seite" (das NH Salzburg City) und waren mehr als positiv überrascht. Die Fußgängerzone mit ihren kleinen Läden und Lokalen hat tatsächlich mehr Flair, als die trubeligen Touristengassen auf der anderen Seite der Salzach.

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Für den geplanten Moscow Mule auf der Dachterrasse des Hotel Stein hat es an dem Abend leider nicht mehr gereicht, wir waren einfach zu müde - aber das Frühstück haben wir, wie inzwischen schon einige Male, in warmem Sonnenschein auf der traumhaften Terrasse des M32 genossen. Eine Reservierung ist zu empfehlen.

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Hoch hinaus, der Mini. Auf etwa zweieinhalb Metern Höhe habe ich mich gefragt, wie wir ihn wohl wieder herunterbekommen, wenn er noch höher klettert.

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Kleine Tanzeinlage.

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Im Hintergrund, oben auf dem Felsen, kann man das M32 erkennen.

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Nur für's Foto, aber immerhin. :-)

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Auf dem Heimweg haben wir noch einen Abstecher ins Salzbergwerk Berchtesgaden gemacht. Ein Heidenspaß. Von den "tollen Anzügen" und dem Zug angefangen, über die gigantischen Rutschen (tatsächlich ist mein Hintern heiß geworden - somit haben sich die Anzüge erklärt. Und bewährt. Ohne hätte ich vermutlich Brandblasen am Allerwertesten) bis hin zur Bootsfahrt über den unterirdischen Salzsee - die Minis waren begeistert. Und ich auch.

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Cooles Schwarzlicht im Tunnel.

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Der spiegelnde Salzsee.

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