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Montag, 15. September 2014

Göteborg.

Nachdem die letzte Woche unglaublich bescheiden war und ein Großteil der Bescheidenheit den Minis und ihren Zickereien zu verdanken war, haben der Gatte und ich beschlossen, uns zu meinem verpatzten Geburtstag und dem ausgefallenen Hochzeitstag einen Spontantrip nach Göteborg zu gönnen. Leider mit Kindern. Aber in der Hoffnung, dass ein Wochenende außerhalb unserer vier Wände vielleicht Wunder bewirkt und sie erträglicher sein lässt.

 

Es ging so.

 

Aber ansonsten war die herrliche Stadt und der warme Sonnenschein Balsam für unsere Seelen und dünnen Nerven. Auch trotz frecher, unbelehrbarer Minis. Eigentlich hätte ich nämlich schon am Flughafen am liebsten alles hingeschmissen und wäre sofort wieder nach Hause gefahren, als ich alleine mit beiden und unserem gesamten Gepäck dastand und mir der eine Mini plötzlich durchbrannte. Während ich, wie ein Stier brüllend, hinter ihm her sprintete (ganz großartig in meinen rutschigen Ballerinas), lachte er sich kaputt und flüchtete immer weiter. In diesen Sekunden schießt einem so viel durch den Kopf… Bleibt das andere Kind stehen? Rennt es nach? Was ist mit dem Gepäck? Meine Handtasche steht offen und einsam herum. Soll ich die Schuhe ausziehen und barfuß rennen? Warum schauen alle nur blöd und keiner packt den Rotzlöffel am Kragen?

Bis ich ihn dann endlich erwischt hatte, sah ich nur noch rot. Ich glaube, ich war noch nie in meinem Leben so wütend auf ihn, wie in diesem Moment. Die Standpauke hatte sich jedenfalls gewaschen, so sehr, dass er nach zehn Minuten - in denen ich ihn im Buggy festgeschnallt und auf ihn eingeschimpft hatte - leise schluchzend schniefte "Mama, ich will dich nur mal drücken. Bitte drücken. Und knutschen." So handzahm und reumütig hatte ich ihn auch noch nicht gesehen. Ob es tatsächlich was gebracht hat, weiß ich allerdings wirklich nicht.

Verzeihen musste ich ihm dann aber leider sofort, obwohl ich eigentlich noch mindestens zwei Stunden stinksauer sein wollte.

 

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Bei diesem Wetter haben wir München verlassen, ...

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… um bei diesem Wetter in Göteborg zu landen.

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Um ehrlich zu sein, stand Göteborg nicht auf Platz eins unserer Liste, aber an diesem letzten Ferienwochenende waren entweder alle Flüge schon ausgebucht, das Wetter am Zielort zu schlecht oder Events in den jeweiligen Städten und die Hotels unbezahlbar teuer. Am Ende unserer Suche saß ich mit einer Europakarte, dem Streckennetz der Fluggesellschaft aus München und diversen offenen Wetter-Websites da und habe nach Bildern von Innenstädten gegooglet. Und mit Göteborg einen Volltreffer gelandet.

Für einen Ausflug mit Kindern finde ich diese Stadt nahezu unschlagbar. Relativ klein mit nur 500.000 Einwohnern, man kommt zu Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hervorragend voran und die Angebote an Aktivitäten sind enorm. Wir haben in den zwei Tagen leider nur einen Bruchteil von dem geschafft, was ich mir eigentlich erhofft hätte… Ich würde wahnsinnig gerne in der Vorweihnachtszeit noch einmal hin, denn dann muss es herrlich sein mit den Weihnachtsmärkten, der Beleuchtung und natürlich leckerem Glögg. Außerdem stelle ich mir einen Tagesausflug zu den Schären auch toll vor. Und für das Universeum oder das Volvo-Museum hat unsere Zeit leider ebenfalls nicht gereicht.

 

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Wir haben das Maritiman besichtigt, ein Schiffsmuseum, das aus zwanzig miteinander vertäuten Schiffen besteht, die man alle durchlaufen kann.

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Hoch oben am Bug...

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...tief unten in Maschinenräumen...

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...in Frachtkisten...

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… und in wirklich engen U-Boot-Schächten. Es war sehr beeindruckend.

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Danach hatten der Gatte und ich eine wohlverdiente Auszeit von den Minis, die dankenswerterweise beide im Buggy eingeschlafen waren. Durch Zufall kamen wir am Kronhuset vorbei und haben dort fantastischen Apfelkuchen und vorher "Rostbiff mit Potatissallad" - Roastbeef mit Kartoffelsalat in einer sehr ungewöhnlichen, sehr nordischen Kombination gegessen - nie hätte ich so gekocht, aber es war wirklich gut.

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Die Spielplätze in Göteborg sind einfach toll. Für jedermann.

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Eis, Pralinen, Lakritz und...

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… die angeblich größten Zimtschnecken der Welt. Nachdem wir zwei Tage davon gegessen haben, glaube ich das gerne. Erhältlich im Café Husaren.

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Die hübsche mintgrüne Tram im Retrostil hat uns in den Vergnügungspark Liseberg gebracht.

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Man zahlt entweder nur den Eintritt in den Park und muss für jedes Fahrgeschäft noch einmal extra Coupons an Automaten lösen (im Normalfall pro Fahrt noch ein Coupon à 20 Kronen, das Riesenrad kostet pro Person 3 Coupons, auch für Kinder), das Schöne daran ist allerdings, dass Erwachsene als Begleitperson von Kleinkindern oft kostenlos mitfahren können - oder man zahlt einen höheren Komplettpreis, der die Fahrten beinhaltet.

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Eine Paddan-Bootsfahrt musste natürlich auch sein.

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Sehr interessant auch die Brücke, bei der es nicht mehr genügt, den Kopf einzuziehen,

sondern man sich tatsächlich auf den Boden des Bootes setzen muss, um keine Beule zu riskieren.

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Sehr schön war's. Und auch die Shoppingmöglichkeiten, gerade im Einrichtungs- und Designbereich sind phänomenal - ich hätte ganze Lastwagen füllen können mit all den herrlichen Dingen. An jeder Ecke noch schönere Möbel und Einrichtungskleinigkeiten. Zugeschlagen habe ich dann, dank Handgepäck und Minikoffer, nur in kleinem Rahmen hier: Lagerhaus und hier: Design House Stockholm (in Göteborg natürlich).

 

Im Restaurant waren wir mit den Kindern nur an einem Abend, in Jensen's Böfhus. Reiner Zufall, aber mit den Minis eine gute Wahl, weil es relativ laut und trotzdem sehr gemütlich war. Es gab eine eigene Kinderkarte und wir hatten ein hervorragendes Steak mit sehr guter Whiskey-Sauce.

Als Hotel hatten wir das Radisson Blu Scandinavia ausgewählt (weil dort gerne ein Late-Check-Out angeboten wird und unser Rückflug erst abends ging), nichts besonderes, aber sauber und zentral am Hauptbahnhof gelegen - wie allerdings fast alle anderen Hotels auch. Das Frühstücksbüffet war sehr groß und bot bis 11 Uhr fast alles, was man sich wünschen könnte. Zwei Babybetten bekamen wir auch problemlos auf Anfrage, das Zimmer war ausreichend geräumig.

Dienstag, 9. September 2014

Endgültig Herbst.

In den letzten Wochen war einfach zu viel los. Der Kindergarten hatte geschlossen, die Minis waren auf Reisen - ohne mich, die ich arbeiten musste, ich durfte Trauzeugin sein und diverse Geburtstage standen und stehen an. Und unmerklich ist der miese Sommer in einen zumindest bisher ganz angenehmen Herbst übergegangen. Ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickeln wird.

 

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Die letzten Sommerstunden...

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Mini-Piloten mit Wahnsinnsaussicht… "Ich bin der Pilot und du bist die Flugbegleiterung" - ich werde ihn hier nie korrigieren, weil "Flugbegleiterung" eines der besten Wörter ist. Wie auch "Stocker" statt "Jogger".

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Großer Genießer.

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Mein Rennfahrer. Die coole Socke. Wie er da am Lenker hängt, ist übrigens nicht aus mangelnder Größe entstanden, sondern weil er bei - in meinen Augen - mindestens 15 km/h Faxen machen musste. War wohl zu langsam. Das Kind ist um die Kurven geprescht, dass mir fast das Herz in die Hose gerutscht ist. Aber ich muss zugeben, dass er es wirklich grandios gemacht und so manchen Größeren ausgestochen hat. Mit noch nicht einmal 3 Jahren. Ich bin wie ein stolzer Gockel (in meinem Fall würde Henne zwar besser passen, aber die stolzieren nicht so schön) von dannen marschiert.

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Schwammerlsuche mit Erfolg.

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Und ein Salamander.

Leider waren die Kinder vom Waldspaziergang mäßig begeistert. "Laaaangweilig" - "Will im Auto Mittagsschlaf machen" (Höh? Wie bitte?) - "Mag ins Lokal, Kaiserschmarren essen" - "Huuunger" und so weiter...

Und als es abends Pilzrisotto gab, war das eine Kind doch ziemlich nachdenklich, "Maaaama? Mag keine Fliegenpilze essen."

 

Bei "laaaangweilig" bin ich mir allerdings nicht sicher, ob sie sich der wahren Bedeutung bewusst sind, nachdem der eine neulich kopfüber von meinen Schultern baumelnd plötzlich panisch "Langweilig!!! Langweilig! Langweiiiiiliggg!!" rief. Möglicherweise lautet ihre Übersetzung dafür {blöde Situation, hol' mich da sofort raus} - und passt überraschend oft zu unserer Definition von langweilig.

 

P.S. Ich habe morgen Geburtstag und als ich den Minis heute davon erzählte, fragte mich der eine "Mama, bin ich dann auch eingeladen? Freust du dich, wenn ich komme?" - "Na klar, Hase, ich freue mich wahnsinnig, wenn du auch kommst. Singst du mir dann vor?" - "Ja, das Guuuute zum Geeebuuurtstag *sing* und wenn du dann nicht mehr Geburtstag hast, dann lese ich dir vor."

Ist das nicht herzallerliebst?

Montag, 18. August 2014

Dieses Wetter.

Die Nässe. Die Kälte. Der Wind. Und dann, wie zum Hohn, die paar lächerlichen Sonnenstrahlen, die ab und zu durch die dunkelgraue Wolkenschicht stechen - das ist dann echt auch nicht mehr nötig.

Ich bin unglaublich frustriert. Die zweite Mandelentzündung innerhalb ein paar Wochen, nichts Aufregendes zu berichten, nur langweiliger Alltag. Wir waren im letzten Monat zwar durchaus viel unterwegs, aber ich hatte wenig Lust auf's Fotografieren und bin generell momentan sehr uninspiriert. Ich will nur hoffen, dass ich das neue Bloglayout - das gerade eigentlich eher "aus Versehen" passiert ist, weil ich immer noch nicht weiß, wie man hier herumprobieren kann, ohne gleich speichern zu müssen - nicht morgen schon bereue.

 

Jedenfalls fühle ich mich einfach nicht sonderlich kreativ oder gut gelaunt. Der Kindergarten hat für zwei Wochen geschlossen, die Minis sind bei ihren Großeltern und anstatt die freie Zeit zu genießen, beneide ich sie glühend um ihren "Urlaub". In den letzten Jahren haben wir eigentlich immer im September noch ein paar schöne Ferientage verbracht, je nach dem heimatlichen Wetter entweder im Süden, in der Wärme, oder wenn uns schon die Herbstgefühle ereilt hatten, dann in England. Dieses Jahr, nicht sehr verwunderlich, signalisiert mein Hirn mir schon seit Wochen, dass es sich im Herbstzustand befindet. Gummistiefel, Tee, Kekse statt Bikini, See und Eis. Na prima.

Und das Schlimmste an diesem Zustand: kein Septemberurlaub in Sicht. Dank unseres sehr frühen Sommerurlaubes in Kroatien, der schon gefühlte hundert Jahre hinter uns liegt, und meinem neuen Job, wird mein Fernweh vermutlich bis Dezember keine Erlösung finden. Ich bin untröstlich. Und suche verzweifelt nach Möglichkeiten, um wenigstens verlängerte Wochenenden an schönen Orten irgendwo unterzubringen.

 

Genug gejammert, Zeit, sich aufzuraffen und etwas Produktives anzugehen. Fragt sich nur - was?!

 

 

Das Kind neulich: "Mama? Du riechst gut. Ich hab' dich lieb." Macht ein grübelndes Gesicht. "Rieche ich auch gut? Hast du mich auch lieb?"

 

Und jeden Morgen, wenn der Gatte sie in den Kindergarten bringt und ich vor der Haustür die andere Richtung ins Büro einschlage, verabschieden sie sich minutenlang mit guten Wünschen - "Komm bald wieder! Gute Reise! Viel Spaß!" und dann bekomme ich eine detaillierte Wegbeschreibung zur Arbeit: "Du musst da vorne dann links und den Berg hoch und zur U-Bahn und dann zur Tram und dann noch rechts." Dass sie keine Ahnung haben, wo ich tatsächlich arbeite, ändert nichts an der Ernsthaftigkeit der kleinen Navigationssysteme. Kann man das eigentlich beruflich erlernen? Sie wären fantastisch. Auch in der Tiefgarage beim Einparken sind sie ungemein hilfreich. "Pass auuuuf! Vorsicht! Da lang! Rechts!"

 

 

Mittwoch, 16. Juli 2014

Auf der Dult. Und ein paar Sprüche der Minis.

 

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Anlässlich des Besuchs auf der winzigen Dult (für die Nicht-Bayern: das ist eine Art Haushaltswarenmarkt in Kombination mit Fahrgeschäften) bei uns um die Ecke, als ich ihnen erzählte, dass wir heute Karussell fahren werden - "Beim Karussell fahren muss ich immer weinen."

Beim letzten Dult-Besuch im Mai gab es nämlich während der Fahrt mehrfach heftige Tränenausbrüche - weil er sich das falsche Fahrzeug ausgesucht hatte und lieber in einem anderen sitzen wollte. Der arme Karussellbetreiber war völlig verwirrt und alle Außenstehenden müssen uns für grauenvolle Rabeneltern gehalten haben, die ihre heulenden Kinder gegen ihren Willen in Karussells zwingen. Das Ganze hat sich sage und schreibe drei Fahrten lang wiederholt, bis das unglückliche Kind endlich ein passendes Fahrzeug gefunden hatte und wieder lachen konnte.

Ich schlug ihm also vor, sich dieses Mal doch einfach gleich das richtige Auto auszusuchen und siehe da:

es gab keinen einzigen Tränen- oder Wutausbruch. Ich war sehr begeistert.

 

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Nachdem ich neulich beim Einkaufen heftig mit den beiden schimpfen musste, weil sie mir ständig in verschiedene Richtungen davongelaufen sind - ist übrigens gaaanz prima, wenn es bei Zara im Schlussverkauf stattfindet, während man in der endlosen Schlange an der Kasse steht * -, sagte der eine doch glatt zu mir: "Mama, du bist ein ehrlicher Drache!"

 

* Der Grund, weshalb ich mit beiden Kindern am Samstagnachmittag in der Schlange bei Zara stand, war der folgende: wir waren vorher in meinem Lieblingsrestaurant etwas trinken und ich hatte ihnen erlaubt, in der gigantischen Pfütze in einem leeren Brunnenbecken barfuß herumzulaufen. Leider war der Boden rutschig und beide Minis binnen Minuten komplett nass. So sind wir also nur mit Unterhosen bekleidet bei Zara eingelaufen, um neue, trockene Hosen zu erstehen. Zu meiner Überraschung fanden sogar die immer mittelmäßig gelaunten, meist gestressten Zara-Verkäuferinnen die im Untergeschoss um die Regale rennenden Jungs "niedlich" und haben uns nicht direkt rausgeschmissen. Wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.

 

Beim Springen auf dem Trampolin: "Hast du gesehen, wie wir getrampelt haben?"

 

Abends, nach dem Zubettbringen: "Mama, pass auf mich auf, ja? Ich pass dann auch auf dich auf."

Und jeden Tag, nach dem Aufstehen, hoffnungsvoll: "Ist heute Wochenende?"

 

"Erst Party, dann Urlaub." Woher sie das wohl haben?

 

"Schick ihn einfach ins Bett." Der ultimative Ratschlag des einen Kindes, wenn ich mit dem anderen oder wem auch immer schimpfe. Ins Bett schicken zieht immer. Furchtbare, furchtbare Bestrafung. Dabei machen wir das noch nicht einmal - aber es scheint die allerschlimmste Bedrohung zu sein.

 

Beim Baden im See hüpfte der eine Mini neulich nackt herum, während der andere noch angezogen mit der Schwimmweste am Ufer stand und jammerte "Ich will aaaauuuuuch das mit dem Penis!" - was, wie wir herausfanden, heißen sollte, dass er auch nackt herumspringen wollte.

 

Das Kind sitzt mit einem Filzstift in einer Ecke unseres Schlafzimmers und verkündet "ich schminke mich", woraufhin ich ihm erklärt habe, dass es zum Schminken spezielle Stifte gibt, die sich auch wieder abwaschen lassen und dass Filzstifte keine gute Wahl sind. Er sieht mich an und sagt: " Geh weg - dann kann ich besser rummachen."

Mir scheint, das war das Mini-Äquivalent zu Archimedes' "Störe meine Kreise nicht", oder?

 

Donnerstag, 3. Juli 2014