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Dienstag, 4. Februar 2014

Unser Urlaub! Teil eins...

Nach wirklich endlosem Hin und Her haben wir uns ein paar Tage vor Urlaubsbeginn endlich für einen Roadtrip durch den Südwesten Englands entschieden, ähnlich wie in unseren Flitterwochen.
Ich saß nächtelang da und habe Routen ausgearbeitet und Hotels gesucht, aber es hat sich sehr gelohnt - der Urlaub war einfach fantastisch. Das Wetter war, wie zu erwarten, britisch, trotzdem hatten wir Glück und haben die schlimmsten Regentage meistens im Auto auf der Fahrt zum nächsten Reiseziel verbracht.
Die Jungs haben sich mal wieder als absolut reisetauglich erwiesen und waren einfach großartig. Gegen Ende des Urlaubs lagen wir sage und schreibe alle zusammen bis 10 oder sogar halb 11 schlafend im Bett, perfekt für uns elterliche Langschläfer. Den Mittagsschlaf haben sie unkompliziert im Auto gehalten oder er ist ganz ausgefallen, wenn die Unternehmungen zu spannend waren. Abends sind sie immer mit uns wach geblieben. Besser hätte es gar nicht laufen können, wir waren zuerst ja doch etwas skeptisch, ob uns dieser Urlaub nicht an unsere Grenzen bringen würde.

Die erste Station - wir sind direkt nach Ankunft in London mit dem Mietwagen weitergefahren - war "Britton's Farm" in der Nähe von Bath. Ein toller Ausgangspunkt für Ausflüge und sehr kinderfreundlich. Es gibt Tiere, riesige Gartenanlagen und einen Spielplatz. Wir haben das Familienzimmer gebucht und hatten Glück, somit zwei Zimmer zu bekommen - das Gläschen Wein nach dem Kinder-ins-Bett-bringen (im anderen Zimmer) war also gebongt.
Und das Beste: das superleckere, riesige Frühstück wird auf dem Zimmer serviert.

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Bath am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein.
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Tagesausflug nach Truro.
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Unglückliches Kind auf dem Hauptplatz, sehr zur Freude der Rentner, die vor den Geschenkshop saßen und sich köstlich amüsiert haben. Er saß/lag immerhin fast eine halbe Stunde dort am Boden und ließ sich bemitleiden.
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Wie im Bilderbuch: Cricket.
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Unser nächster Reiseabschnitt: Newquay am Meer. Das Hotel war "The Headland", traumhaft gelegen, etwas abseits vom Ort auf einer kleinen Halbinsel. Altehrwürdig und sehr britisch, mit Kaminfeuer und bronzenen Jagdhunden in der Eingangshalle. Ich mag diesen plüschigen, altmodischen Stil bei Hotels einfach. Es hatte Grandezza, sozusagen. Und das Essen (wir haben nur Roomservice bestellt, weil wir so müde waren) war unglaublich gut.
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Tagesausflug zu King Arthur's Geburtsstätte bei Tintagle mit mäßig angenehmem Ausflugswetter.
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Sonnenuntergang von der Terrasse des Headland's.
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Ein Sundowner Ale für den Gatten und Sundowner Pommes für's Kind. Alle zufrieden.


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Am nächsten Tag wollten wir eigentlich nur einen Ausflug Richtung Land's End machen und haben uns dort spontan für einen Flug zu den Scilly Islands entschieden, weil wir soviel davon gelesen hatten. Zum Glück gab es noch zwei Plätze auf dem winzigen Flieger und auch einen Rückflug am Abend. Für mich und meine Flugangst war der Ausflug ziemlich spannend, vor allem, als ich sah, dass Start und Landung auf Rasen (Rasen!!!) erfolgen werden. Ringsum standen Kühe und flogen Krähen. Und ich war fertig mit den Nerven.
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Kaum angekommen, haben wir uns gleich auf's nächste Boot geschwungen, um einen besseren Überblick über die Inseln und die ganze Herrlichkeit zu bekommen. Ich glaube, ich habe selten schönere Plätzchen entdeckt als dort.


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Der Wartebereich vor der Abflughalle. Nett, nicht wahr?
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Der Ausflug war unvergesslich und ich hoffe mit ganzem Herzen, dass wir vielleicht im nächsten Jahr auf den Inseln ein paar Tage verbringen können. Die wenigen Stunden waren einfach viel zu kurz.

So, das war also der erste Teil unseres Urlaub, vom Rest werde ich natürlich auch noch berichten. Und vom zweiten Geburtstag der Jungs.
Jetzt gerade allerdings hat uns alle mal wieder ein Virus erwischt, das die Jungs aus der Krippe mitgebracht haben, und ich werde mich noch ein bisschen ins Bett legen. Man merkt: es wird Herbst und der Kindergarten wieder zum Tummelplatz von Krankheiten. Juhu. Ich will nur hoffen, dass der Kinderarzt recht behält mit seiner Aussage, dass im zweiten Jahr alles viel besser wird.
In diesem Sinne - ein schönes Wochenende an alle (und gute Gesundheit)!

Mittwoch, 22. Januar 2014

Und hier: Urlaub, Teil 2...

Nach Newquay ging die Fahrt Richtung Fowey, bei schlechtem Wetter haben wir uns für einen Besuch des Eden Projects entschieden, riesige Biosphären, die im einen Teiltropischen Regenwald und im anderen mediterranes Klima simulieren. Den Jungs hat es hervorragend gefallen - nur leider waren wir viel zu spät dran und die Kuppeln kurz vorm Schließen. Man sollte unbedingt mehr Zeit einplanen.
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Gewohnt haben wir in Fowey Hall, einem Hotel aus der britischen "Familie Luxury Collection", einer familien- und vor allem kinderfreundlichen Hotelkette. Eigentlich hatten wir uns darauf gefreut, in einem entspannten Ambiente durchzuatmen und uns keine Gedanken über das Spielen und Toben der Jungs machen zu müssen, aber - letztendlich war es uns dann doch zu kinderfreundlich. Ich kann noch nicht einmal sagen, weshalb ich mich dort nicht wirklich wohl gefühlt habe… das Anwesen ist traumhaft, die Lage unübertrefflich und der kleine Ort selbst wirklich schön (das Essen im Hotel anscheinend auch ausgezeichnet, wir waren allerdings außerhalb essen), ich weiß nicht, was uns gestört hat. Es gab Spielsachen für die Kinder, man konnte DVDs ausleihen, Milch und Brei auf's Zimmer ordern, kurz gesagt: ein Kinderparadies. Und vermutlich ist genau das mein Problem. Ich mag keine Plastiktischdecken, auch wenn sie völlig verständlich sind, ich finde kindgerechte Essenszeiten und -räume abschreckend und  Kinder im Spa (nicht, dass ich wirklich hingegangen wäre) kommen mir unpassend vor. Ich hoffe, ich klinge hier nicht zu harsch und man möge mir meine Tirade bitte verzeihen, ich mag Kinder nämlich wirklich. Jawollja.
Mein Fazit: das Hotel ist wirklich sehenswert und für den ersten Urlaub mit einem kleinen Baby sicherlich mehr als empfehlenswert, weil man alles Nötige vor Ort bekommt und in guten Händen und unter Gleichgesinnten ist.
Einen Tipp habe ich noch: unten im Hafen, im Restaurant "The Bistro" (24 Fore St., Fowey) isst man herausragend gut. Anscheinend haben sie noch keine eigene Website, aber ich meine, ich hätte im Fenster mehrere Michelin-Guide-Empfehlungen gesehen. Die Krebs-Chili-Zitronen-Petersilie-Spaghetti waren jedenfalls die besten meines Lebens. Auch wenn ich am nächsten Tag furchtbar nach Knoblauch gerochen habe, wie auch das unschuldige Kind, dem der Gatte versehentlich beim Kosten von mir die Sauce auf dem Kopf tropfen lies.
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Fowey Hall und Aussicht von dort
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Unser traumhaftes, fantastisches, absolutes Lieblingshotel der Reise: Bovey Castle, mitten im Dartmoor. Alleine schon die kilometerlange Auffahrt lässt einen mit großen Augen verstummen. Wir wurden dann auch noch stilecht in Gummistiefeln und Jagdoutfit empfangen, es war großartig. Auch wenn es sehr gesetzt wirkt (und vorwiegend ältere Golfer anspricht), waren wir dort mit den Kindern sehr willkommen und haben uns gut aufgehoben gefühlt. Nur das Dinner im Edwardian Grill mit Dresscode (ähem.) haben wir dann doch lieber ausfallen lassen und statt dessen das hauseigene Bistro mit sehr gutem Wein und tollen Burgern vorgezogen.
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Unsere letzte Station vor London: Exeter. Das Hotel war das ABode Exeter The Royal Clarence Hotel, perfekt gelegen direkt neben der Kathedrale und mitten im Zentrum.
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Tadaaa - die letzten beiden Tage in London:
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Es war nicht ganz einfach mit den Buggys, aber die Londoner waren wider Erwarten wirklich sehr hilfsbereit und freundlich und sind ohne zu fragen eingesprungen, wenn es ums Hochtragen der Buggys oder Beaufsichtigen der Kinder ging. Wir hatten uns zwar extra ein Hotel in Kensington nahe der Earl's Court Station ausgesucht, weil die behindertengerecht ausgebaut ist, sind aber natürlich auch an anderen Stationen ein- oder ausgestiegen.


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Ein bisschen Relaxen am Trafalgar Square. Platt auf dem Boden. Und natürlich angemessen mit dem roten London Bus und einem schwarzen Taxi.
Aber nach zehn Minuten waren sie ins Gesamtbild eingepasst und sind nicht mehr sonderlich aufgefallen.
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Dieser Urlaub war so ziemlich das Beste, was uns passieren konnte und hat wirklich alle Erwartungen übertroffen. Ich kann immer noch nicht fassen, wieviel Glück wir mit der Auswahl der Hotels hatten, wie fantastisch sich die Jungs benommen haben und wie gut sie sich an alles angepasst haben. Es war einfach herrlich.
Und ich bin jetzt schon wieder urlaubsreif. Hach.

Am Chiemsee...

Im Herbst und Winter ist es dort einfach herrlich. Die Farben, das stille Wasser, der Geruch nach Laub und feuchter Wiese… Wunderschön.

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Der Adventskalender...

… kam ziemlich gut an. Kurzer Blick, dann "Haben?" und danach "Essen?". Ich hoffe, sie gehen nicht davon aus, dass das von nun an den Rest ihres Lebens so funktioniert. Nachdem das eine Kind neulich in meiner Tasche herumkramte und dann mit wichtiger Miene mitteilte "Brauch ein Geld.", mache ich mir ein klein wenig Sorgen um den Zustand ihrer Verwöhntheit. Aber er hat das Geld immerhin nur zum Tanken benötigt, wie er kundtat, das Müllauto und der Polizeiwagen müssen schließlich auch in Schuss gehalten werden.

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Die erfolgreiche Ausbeute: ein "Fummi" und ein Magnet-Zeichen-Ding (mir ist leider gerade die korrekte Bezeichnung entfallen). Und obendrauf noch ein dringend benötigter Schal und noch dringender benötigte Kekse von der Tante.