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Sonntag, 26. September 2010

Der Abend...

... vor der Hochzeit.

Die Wolken ziehen ab, man kann schon die Berge erkennen. Der See ist spiegelglatt.

Uff.



Wir haben es hinter uns.
Die Hochzeit war toll, aber wie alle sagen: es zieht wie in einem Film an dir vorbei. Es fühlt sich an wie ein Traum.

Die Flitterwochen sind vorbei, der Alltag steht vor der Tür. Ziemlich deprimierend - ich hätte mich daran gewöhnen können.
Da in den letzten Wochen so viel los war, dass ich kaum alles aufschreiben kann, hier also der erste Teil in Kurzform:
Unsere Mauritius-Buchung konnten wir, wie sehnlichst gehofft, stornieren, da es keine passenden Flüge gab (wobei wir trotzdem zu dem Entschluss gekommen sind, dass wir irgendwann mal dorthin möchten).
Also saßen wir an einem Abend zusammen, haben Möglichkeiten und Ideen gewälzt und uns letztendlich doch für England entschieden. Am Sonntag nach der Hochzeit ging der Flieger nach London, 2 Tage später im Mietwagen nach Bath, dann St. Ives, Exeter, Bournemouth, Isle of Wight und wieder nach Hause von London aus.



Der erste Tag auf dem Land empfing uns wie erwartet mit Sauwetter, es schüttete wie aus Kübeln. Stonehenge und der Steinkreis von Avebury standen auf dem Plan.

Ab Bath wurde es dann besser, die restlichen Tage waren komplett trocken und überwiegend sonnig.
Cornwall ist einfach traumhaft.





St. Michael's Mount.



Im Dartmoor. Die Landschaft war unglaublich faszinierend und die Tiere liefen frei herum, Pferde, Schafe, Kühe - einfach so, auf der Straße.


Stilechter Cream Tea to go mit Scone und Clotted Cream auf der Isle of Wight, im Teegarten von Queen Victoria, Osborne House.



Danach folgte ein kurzer Zwischenstopp zuhause und intensives Brainstorming, wohin es weiter gehen sollte, schließlich hatten wir noch ein paar Tage.
Nachdem uns die Langstreckenflüge standby zu unsicher erschien (es gab schon aus London zurück Probleme, da der Flug voll war) und wir lieber mehr Zeit vor Ort statt einer endlosen Anreise genießen wollten, fiel die Wahl aus Vernunftgründen zuerst auf Wien - dort war allerdings Dank einer Konferenz kein Zimmer mehr zu bekommen, weshalb wir uns letzten Endes (Gott sei Dank) für Capri entschieden haben.
Drei Stunden und einen Kofferwechsel später saßen wir also wieder am Flughafen. :-)

Spät am Abend gab es dann frische Holzofenpizza und eine Flasche Rotwein auf unserem Hotelzimmerbalkon in Neapel - sehr stilvoll direkt aus der Flasche, da wir keine Gläser hatten - und am nächsten Morgen haben wir die Fähre nach Capri genommen.



Ausflug mit einem gemieteten Boot, einmal rund um die Insel, nur wir beide.




Mehr Fotos und der Rest folgen. ;-)

Freitag, 3. September 2010

Ooooh...


über Butlers

Nachdem die Hochzeit gänzlich unkitschig, un-pink und herzchenfrei wird (definitiv gewollt!), habe ich mir einen doch einen klitzekleinen Mädchen-Rosa-Kitsch-Ausrutscher gegönnt und diese Taschentücher gekauft.
Damit weint es sich bestimmt wunderbar.

Eine Woche...

... vor der Hochzeit kann das Ergebnis meiner ausgiebigen Suche nach dem perfekten Makeup enthüllen.
Tadaaa - die Favoriten (klicken zum Vergrößern):




Die beiden Chanel-Lidschatten haben einfach fantastische Farben in dezenten malve-grau-beige Tönen.
Der Eyeliner von MAC lässt sich mit einem passenden Pinsel kinderleicht und präzise auftragen, der Lilaton ist nicht so hart wie schwarz.
Die Mascara von Givenchy ist extrem haltbar, trennt die Wimpern gut und verwischt auch bei Tränen nicht.
Das Art Deco Mineral Make up ist für hellere Hauttypen ideal, es lässt sich prima verteilen, hat nur leichte Deckkraft und macht einen strahlenden Teint, da es nicht mattiert.
Der Concealer ist ein feiner Puder, der mit dem Pinsel aufgetragen wird und wirklich den ganzen Tag hält, da nichts verschmieren kann.
Der Puder von Guerlain ist seidenweich und mattiert, ohne maskenhaft zu wirken, außerdem ist er ideal für die Handtasche.
Das Rouge riecht nach Rosenblüten und sieht wirklich sehr natürlich aus, da es nicht stark glitzert wie andere.
Der Lippenbalsam von Clarins hat mich anfangs nicht überzeugt, weil ich Preis-Leistung nicht angemessen fand - nach und nach ist mir allerdings aufgefallen, dass er doch außergewöhnlicher als ein normaler Pflegestift ist. Die Farbe intensiviert sich mit jedem Auftrag und tönt die Lippen, auch wenn die Pflegewirkung und Cremigkeit auf den Lippen nachlässt. In natura wirkt der Lippenstift fast schwarz, auf den Lippen hinterlässt er einen dezenten, transparenten Beerenton.
Der Nagellack von Chanel ist für mich einfach das Nonplusultra. Eine einzige Schicht genügt, er lässt sich streifenfrei auftragen und die Farben sind großartig.
Ach, die Grundierung habe ich vergessen: ich benutze als Base die Le Blanc von Chanel. Mit einem Schwämmchen lässt sie sich gut verteilen und die Haut strahlen.

Das ist eine ganz schön lange Liste. Ich muss sagen, ich war beim Ausprobieren ziemlich erstaunt, wie natürlich das Makeup wirkt, obwohl Schicht über Schicht aufgetragen wird. Ich bin üblicherweise eher der 5-Minuten-Typ, Mascara, Concealer für die Augenringe und Lipgloss - fertig. Da war das jetzt eine durchaus neue Erfahrung, auch wenn ich sonst liebend gerne Kosmetikprodukte ausprobiere und mich schminke.
Das Ergebnis hat mich jedenfalls wirklich überzeugt und ich hoffe, ich bekomme es nächste Woche wieder hin.




Nachdem ich am Montag aufgewacht bin und beschlossen habe, dass meine Idee, Goldschmuck zu tragen (der natürlich auch schon seit einem halben Jahr im Schächtelchen zuhause liegt), gaaaar nicht geht und es unbedingt Silber sein muss, habe ich die letzten Tage etwas verzweifelt mit der Suche nach schlichtem Schmuck ohne Glitzerkram oder kitschigen Anhängern verbracht. Nicht sehr einfach, kann ich sagen, aber ich bin fündig geworden:



Ohrhänger Ellipse von Calvin Klein cK


Armreifen Jivago von Dyrberg/Kern

Mittwoch, 25. August 2010

Gartengemüse...


... hat mich zumindest zu diesem Essen inspiriert - ein Post bei A lovely morning, um genau zu sein. Nachdem unser Balkon aber leider außer Tomaten, Oliven und Erdbeeren keine weitere Gemüseauswahl hergibt (und der Kürbis jedes Jahr auf halbem Weg eingeht), mussten wir uns mit der Auswahl im Bioladen begnügen.

Es gab also Rote Beete, violette Karotten, eine Steckrübe, Pastinaken und dazu Couscous mit Kichererbsen gemischt.



Das Gemüse in Stücke und Scheiben schneiden, mit ordentlich Öl beträufeln und für etwa 15 Minuten in den 200 Grad heißen Backofen schieben. Danach den in dünne Scheiben geschnittenen Knoblauch dazugeben und rösten, bis alles gar und gebräunt ist.
Währenddessen das Couscous mit Wasser und Brühe nach Anweisung garen, am Ende die Kichererbsen zugeben und ziehen lassen.
Dazu haben wir frischen Feta, Schafskäse in Chili-Öl und eine Spinat-Mangold-Mischung gegessen.
Lecker lecker lecker!

Montag, 23. August 2010

Montag...

Grauenvolle Laune.
Alles wirkt düster, ich sehe nur noch Probleme und kann mich gar nicht mehr richtig freuen.
Das Wetter ist mal wieder regnerisch, es gibt unendlich viel zu tun, was ich alleine kaum schaffen kann, der Liebste ist ein paartausend Kilometer weit weg und unser "Hochzeitshotel" treibt mich noch in den Wahnsinn.
Sie haben unseren Saal an dem Tag bis nachmittags für eine Tagung vergeben. Ohne Rücksprache mit uns. Und uns vor vollendete Tatsachen gestellt, es wäre nun mal so, würde schon alles klappen, wir könnten eben erst am frühen Abend den Raum betreten, aber dann würden sie uns netterweise helfendes Personal zum Aufbau zur Verfügung stellen.
Mein Misstrauen wächst also von Tag zu Tag, weil ich stark vermute, dass das nicht das letzte Problem sein wird, mit dem wir konfrontiert werden. Es war ja auch nicht das erste.
Momentan wechseln meine Trauzeugin und ich uns also ab mit wütenden Beschimpfungen des Hotelmanagements, gegenseitigen Versicherungen, dass ganz bestimmt alles gutgehen wird, Hoffnungslosigkeit und Optimismus.
Ich würde am liebsten alles noch einmal von vorne beginnen und völlig anders machen.
Zu allem Überfluss haben mein Freund und ich auch noch festgestellt, dass keiner von uns Lust auf die Flitterwochen hat. Wir sehnen uns beide danach, irgendetwas völlig Unspektakuläres ohne Zeitdruck oder endloser Anreise zu machen, Surfen auf Fuerteventura oder Strandspaziergänge in Cornwall - das wäre so perfekt.
Aber nein, wir mussten ja unbedingt etwas Großartiges planen und sitzen jetzt wie auf Kohlen, weil die endgültige Buchungsbestätigung oder eben die Absage in den nächsten Tagen ankommen müsste. Es hängt gerade alles von den Flügen ab und wir beide hoffen tief in unserem Inneren, dass wir eine Absage bekommen und uns etwas anderes überlegen können. Hm.

Sonntag, 8. August 2010

Immer wieder sonntags...

Nach ausgiebiger Feierei gestern und resultierendem Kater heute, gab es nur einen kleinen Ausflug mit meiner Freundin zum Hotel, in dem die Hochzeit stattfinden wird, weil sie noch ein paar Kleinigkeiten klären musste.


Im Anschluss lagen wir noch in den wirklich gemütlichen Liegeschaukeln (Schaukelliegen? Jedenfalls Liegen, die wie Schaukeln aufgehängt sind.) auf einer der vielen kleinen, auf dem ganzen Grundstück verstreuten Terrassen und haben auf den See geguckt und über das Kommende sinniert.
Nur noch ein paar Wochen... ich freu' mich so.



Sonntag, 1. August 2010

Diese Woche...

... war relativ ergebnisreich, um es mal so zu sagen.
Die Bandproblematik ist vom Tisch, wie es aussieht, werden wir jetzt keine haben - was uns eine Menge Geld spart und somit in Ordnung ist.
Nach einem kurzen Frustausbruch meinerseits ob der Unfähigkeit unserer Druckerei und dem eingeholten Kostenvoranschlag einer Grafikagentur für unsere noch ausstehenden Drucksachen, der ungefähr doppelt bis dreifach so teuer ausgefallen ist wie erwartet, habe ich mich wieder gefangen, neue Ideen umgesetzt und sitze heute Abend zufrieden mit einem Schneidebrett da und bastle. Der Liebste ist ebenfalls begeistert - und hat sich für 10 Tage zum Segeln mit Freunden verzogen. Was mich wiederum nicht begeistert, weil ich beruflich momentan nicht weg kann und ihn so dermaßen beneide...
Ich sage mir ständig, dass ich nur noch 6 Wochen vor mir habe und dann knapp über zwei Wochen Urlaub, bis dahin werde ich auch noch überstehen.
Ein Gespräch mit unserem Theologen hatten wir auch noch, wir verstehen uns wunderbar, liegen völlig auf einer Wellenlänge und sind ziemlich froh, ihn gefunden zu haben (nach der Hochzeit werde ich mal meine gesammelten Adressen und Links posten...).
Zu guter Letzt waren wir gestern noch auf der Hochzeit von Freunden, die wirklich schön war.
Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich froh bin, die Vorfreude noch ein bisschen genießen zu können. Einerseits würde ich am liebsten morgen schon heiraten, andererseits ist es toll, sich einfach nur auf den Tag zu freuen. Meinem Freund scheint es exakt genauso zu gehen und es macht Spaß, sich das alles gemeinsam auszumalen.

Die kirchliche Trauung fand im Innenhof des Schlösschens statt, bei strahlend blauem Himmel und 25 Grad - nach einer Woche voller Regen.


Luftballons am Himmel...

Für mich war der Höhepunkt des Tages der Abend, als nach der Vorführung eines wahnsinnig aufwändig und liebevoll hergestellten Videoclips (in dem wir Freunde fiktive Geschichten über das Kennenlernen des Paares erzählt haben) im Abspann noch "Weilst a Herz host wia a Bergwerk" von Fendrich lief und plötzlich alle - ohne Absprache - anfingen, mitzusingen.
Hundert Gäste, im dunklen Innenhof eines Schlosses, von Kerzen beleuchtet und das Brautpaar in der Mitte...
ich bekomme jetzt noch Gänsehaut.
Schön war's.



Letzte Woche...

...waren wir mit Freunden kurz etwas Trinken im sehr netten Café Cord. Die Wiedereröffnung hat nicht geschadet, im Gegenteil. Und der Besitzer der Bar nebenan ist einfach eine Wucht, selten so viel gelacht.
Jedenfalls hatte meine Freundin, die auch Trauzeugin ist, das hier für meinen Freund dabei:


Knuffig, oder? Freundin und Kaugummi... ;-)