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Montag, 15. März 2010

Immer noch Winter...

Und kein Frühling in Sicht. Außerdem ist zu allem Überfluss auch noch Montag und das Wochenende verging viel zu schnell. Wie deprimierend.

Gestern sind wir noch bei Sonnenschein über die Portobello Road flaniert und heute? Sitze ich mit einer Wärmflasche auf dem Schoß da und starre aus dem Fenster ins Graue. Mehr als trostlos.
Man kann sich kaum vorstellen, dass jemals wieder Sommer wird.


A country gentleman should bring his lady to visit London as soon as he can, that they may have agreeable topicks for conversation when they are by themselves.
Samuel Johnson

London empfing uns am Freitagabend zwar mit Nieselregen, aber immerhin etwas wärmerer Temperatur.
Ein abendlicher Spaziergang durch Covent Garden, ein Cider im Pub, ein viel zu großes Thali beim Inder und unterwegs ein nächtliches Dessert in Form eines Banana Cakes, bevor man den Abend mit einem Ale ausklingen lässt - was will man mehr?



Der nächste Tag hat uns mit dem Boot nach Greenwich verschlagen, nachdem die Wachablösung doch ein klein wenig überlaufener war, als wir uns das - naiv - vorgestellt hatten.

Blick vom Observatorium

Auf der Osthalbkugel...





Leckereien vom Greenwich Market

Am Sonntag noch ein Spaziergang durch Notting Hill und die Portobello Road - bei strahlendem Sonnenschein...

Portobello Road, Notting Hill




... und dann ging es auch schon wieder zum Flughafen.
We'll be back soon.



Samstag, 6. März 2010

Kapstadt...

So sieht es aus, wenn der Liebste ohne mich unterwegs ist. Mein Herz ist ganz wehmütig und ich bin ziemlich grün vor Neid.
Kapstadt steht jetzt also auf meiner "Will ich unbedingt mal hin"-Liste.
Vielleicht ist das was für eine Hochzeitsreise?

















Heute liebe ich...

What Possessed Me.
Großartiger Humor, Lebensansichten einer zukünftigen Braut. SO muss das sein.

Zum Thema Liebe...

Ich bin bei people.com über die Story dieses kleinen Mädchens gestolpert, das mit nur 3 Jahren schon schrecklichen Liebeskummer hat und in einen amerikanischen Teeniestar verliebt ist.
Ist das Video nicht herzzerreißend? Link.
Und es gibt ein Happy End. Link.

Burger...


Bevor das gesunde Leben losgeht, muss ich noch schnell das Bild des superleckeren Burgers von neulich zeigen. Wir haben uns im wesentlichen an das Rezept von Jamie Oliver gehalten: Burgers and Sliders.

Die Vorbereitungen... III

... stocken.
Ich bin momentan völlig lust- und ideenlos, was die Hochzeitsvorbereitungen angeht (was vielleicht bemerkt wurde, weil die letzten Einträge nur noch ums Kochen gingen. Sorry.) - dabei haben wir gerade erst schockiert festgestellt, dass es nur noch ein halbes Jahr ist.
Aber alles, was jetzt akut getan werden muss, ist der langweilige Drum-Rum-Kram wie Behördengänge oder das Drucken der Einladungen.
Um sich beim Standesamt anmelden zu können, braucht man zum Beispiel eine aktuelle Kopie der Geburtsurkunde, die man beim Standesamt des Geburtsortes anfordern muss. Das Original genügt nämlich leider nicht. Ich bin ja sehr gespannt, was uns in dieser Hinsicht noch alles erwartet, so blauäugig wie wir bezüglich der Vorbereitungen waren.
Wer hätte gedacht, dass sich auch nur bei der Erwähnung des H(ochzeit)-Wortes überall die Preise vervielfachen und man ausgenommen wird wie eine Weihnachtsgans?
Jetzt sitze ich also da und überlege erstmal, wie ich möglichst geschickt die restlichen Notwendigkeiten an Hochzeitskram als Betriebs- oder Geburtstagsfeier tarnen kann, um vielleicht einmal nicht draufzahlen zu müssen, sondern womöglich sogar einen Rabatt zu bekommen. Yay.
Der Brautstrauß fällt definitiv in diese Kategorie, ich werde mich hüten, das zu erwähnen und die Bänder lieber selbst um die Stängel binden, falls nötig.
Ansonsten gibt es gerade einfach nichts zu tun. Ich suche beinahe täglich bei The Outnet, Yoox, ASOS und diversen Online-Schuhläden nach den perfekten Schuhen und werde einfach nicht fündig. Ich fürchte, meine Vorstellungen sind zu konkret. Immer ein Fehler.
Gott sei dank habe ich bis zum Abstecktermin noch 10 Wochen. Oh oh, in Wochen ausgedrückt, klingt das gar nicht mehr so großartig lange.
Die Pläne bis dahin waren jedenfalls hochtrabend und was habe ich bis jetzt erreicht? Nichts. Außer, dass ich wieder mit Pilates angefangen habe.
Fürs Heimtraining kann ich übrigens sehr die DVD von Barbara Becker empfehlen, "Mein Pilates Core".

Man sollte allerdings vorher Unterricht genommen haben, um die Funktion des Power Houses richtig zu verstehen, aber danach macht die DVD wirklich Spass, vor allem für jemanden wie mich, der anscheinend ohne Gleichgewichtssinn (und Orientierungssinn oder musikalisches Taktgefühl, wenn wir schon dabei sind, ehrlich zu sein) geboren wurde, ist es eine wirklich Herausforderung durch die Instabilität dank der gerollten Yogamatte.

Nach der Völlerei an diesem Wochenende - gestern waren wir zu einem wirklich großartigen Essen bei Freunden eingeladen, ich bin mir sicher, dass ich noch lange von den selbstgemachten Ravioli mit Salbeibutter und den Breznknödeln zum Schweinebraten träumen werde und heute ging es bei einem britischen Frühstück im The Victorian House gleich mit Scones, Lemoncurd und Clotted Cream weiter - muss jetzt dringend was gegen den Winterspeck unternommen werden.
Der Liebste war da bisher keine große Hilfe, weil er schon von meinem Vorschlag, die Fleischesserei zu reduzieren, völlig entsetzt war. Also nutze ich die nächsten "sturmfreien" Tage ohne ihn, um das mit dem Abspecken mal ernsthaft anzugehen. Jaaa. Ernsthaft. Ich schwöre.
Und hoffe, dass ich mich nicht gleich morgen durch ein Kuchen-Foto als willen- und rückgratloser Fastenbrecher oute.
Ihr dürft mich an den Pranger stellen.

Samstag, 27. Februar 2010

Orangen-Ricotta-Kuchen (schon wieder)...

Impressionen vom Ei... mit Sommersprossen.





So schön es auch aussah - es ist in den Kuchen gewandert. Und ich überschlage mich gerade beinahe wieder vor Begeisterung, weil er einfach so unglaublich lecker schmeckt und man dafür wirklich nicht viel braucht. Für mich jetzt schon der Kuchen des Jahres.




Mehr Kochbücher und Hähnchenschmortopf...

Nach einem endlos langen Stadtbummel bei wirklich strahlendem Sonnenschein und unglaublichem Frühlichwetter (ha! - wenn das mal kein Freud'scher Tippfehler ist, 'frühlich' habe ich mich heute tatsächlich gefühlt), Frühlingswetter natürlich... äh, wo war ich?... ach ja, traumhaftes Wetter, ausgiebiger Stadtbummel.
Ich habe mir das ungefähr drölfzigste Kochbuch zugelegt und werde jetzt gleich gemütlich weiter darin blättern, nachdem das Abendessen schon ausgesucht und nachgekocht wurde.
Das Buch ist von Sophie Dahl, manche von euch kennen sie vielleicht noch als Model, wunderhübsch und mehr als sympathisch. In dem Stil ist auch das Buch gehalten. Sie schreibt über ihre Erfahrungen und Probleme mit Essen, begleitet von tollen Bildern.
Das Rezept, das für's Abendessen herhalten musste, war Hähnchenschmortopf mit grünen Oliven.



Eine Hühnerbrust in Stücken in etwas Öl anbraten, dann aus dem Topf nehmen und darin eine Knolle geschnittenen Fenchel und zwei bis drei Zehen gestückelten Knoblauch kurz scharf anbraten. Mit einem Viertel Liter Weißwein ablöschen, eine Dose stückige Tomaten untermischen, 10 Minuten köcheln lassen, dann die Hühnerbrust wieder zugeben und für weitere 30 Minuten bei niedriger Hitze kochen lassen, ab und an Hühnerfond nachgießen. Vor dem Servieren noch die grünen Oliven und eine Handvoll Basilikum unterrühren.
Sehr lecker und leicht!

Von diesem Rezept bin ich jedenfalls sehr angetan und freue mich darauf, den Rest auszuprobieren. Das Buch ist nach Jahreszeiten und innerhalb dieser nach Frühstück, Mittag- und Abendessen aufgeteilt. Tolle Sache.
Ach ja, das Buch heißt "Verführerisch - Kochen mit Sophie Dahl", ihr könnt unter "Leseprobe" ein paar Seiten davon sehen, auch den Schmortopf.
Ich fläze mich jetzt auf die Couch, wohlverdient, und schmökere ein bisschen... während der Orangen-Ricotta-Kuchen im Ofen ist, das Huhn (besser: die Reste) auf dem Herd schmurgelt und ich mich wie die perfekte Hausfrau fühle.
Blöderweise ist der Liebste außer Haus und keiner zollt mir die Anerkennung dafür. Hmpf.

Freitag, 26. Februar 2010

Thai-Nudelsalat




Wenn es mal schnell gehen muss, ist dieser Nudelsalat klasse:

Das Original ist eigentlich von Donna Hay, ich habe es ein bisschen abgewandelt. Fadennudeln laut Packungsanweisung mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. In der Zwischenzeit ein schon fertiges Grillhendl in kleine Stücke zupfen, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Kirschtomaten halbieren, Basilikum und Koriander abzupfen und in Streifen schneiden.
Die Salatsauce wird aus Kokosmilch, wenig Sojasauce und Sweet-Chili-Sauce zusammengerührt, eventuell mit etwas Wasser verdünnen.
Die Zutaten mit jungen Spinatblättern mischen, Nudeln abtropfen lassen, unterheben, gesalzene Cashewnüsse darüber streuen, mit der Salatsauce und mehr Basilikum und Korianderblättchen anrichten.